Kamesznica 2x * Zamoœæ * Czêstochowa * Stary S¹cz * Rzym * Kraków * Bia³ystok * Koszêcin * LudŸmierz * Warszawa * Olsztyn * Wroc³aw * Bydgoszcz * Tarnów * £om¿a * Miejsce Piastowe * Radom * Kraków * Wieleñ Zaobrzañski * Kamesznica * Krynica * Myczkowce

 
Hochzeit der Hochzeiten - aus der polnischen Seele gesprochen

 
Hochzeit der Hochzeiten - aus der polnischen Seele gesprochen
 
von Stowarzyszenie Wesele Wesel
- Verein Hochzeit der Hochzeiten
 
http://WeseleWesel.PL/de
 
September 2012

[zuletzt geändert September 2016]

Ad maiorem Dei gloriam - dem Gott zur größeren Ehre


 
 
 

Wahre Liebe gibt es doch - wie Hochzeit der Hochzeiten bezeugt

. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten

(Polen),

die ihre Hochzeiten ohne Alkohol feierten, nach (Polen) am zum . Nationalen Treffen "Hochzeit der Hochzeiten" (auf Polnisch "Wesele Wesel").

Wenn man nie verliebt war, wird man nie verstehen können, daß Verliebte sich danach sehnen, zusammen zu sein. Ob man es glaubt oder nicht. Während der kirchlichen Trauung kommt dieser Traum in Erfüllung. Sie ist meins. Er ist meiner. Da kommt aber eine böse Überraschung. Man will ihre Freude mit Alkohol eindämmen. Mit dem Alkohol gerade, der alle zwischenmenschlichen Beziehungen auflöst, zerstört, und insbesondere die Liebesbeziehung. Und es geht gar nicht darum, daß die Ehebettfreuden durch Alkohol grausam reduziert werden. Daran denken die frisch Vermahlten erstmals nicht. Das ist für sie ihr kleines Fest, das auch nach dem Betreten des Hochzeitssaals fortdauern möge. Also manche ergreifen die Flucht. Immer öfters kommen Trauungen vor, wo außer dem Prister, dem Paar und den Zeugen kein Mensch erscheint. Andere betrügen die Gäste, indem sie anstatt Alkohol pures Wasser trinken, welches in eine präparierte Flasche mit der Aufschrift „Schnaps für das Ehepaar“ gefüllt ist. Aber immer öfter haben die jungen Eheleute den Mut, zu sagen, daß sie der Höhepunkt des Tages sein wollen und sich vom Alkohol nicht verdrängen lassen.

Demzufoge heiraten junge, intelligente, unabhängige, denkende Leute immer öfter ohne Alkohol.

Der Priester W³adys³aw Z¹zel, Probst einer kleinen Dorfgemeinde Kamesznica in den Bergen, ist seit Jahren als ein Verfechter der Idee der alkoholfreien Hochzeiten in ganz Polen bekannt. Er vermählte in seiner Pfarrgemeinde bis 1994 etwa 140 Paare, und davon hatten 120 alkoholfreie Hochzeiten. Im Jahre 1995 wurde er von dem katholischen Rundfunk Radio Maryja eingeladen, um über seine Erfahrungen mit alkoholfreien Hochzeiten zu sprechen. Viele Zuhörer aus ganz Polen riefen damals Radio Maryja an und erzählten, daß auch in ihren Dörfern und Städten so mancher alkoholfrei getraut wird. Daraufhin hat Priester Z¹zel vorgeschlagen , ein Treffen solcher Ehepaare zu veranstalten und hat es gleich organisiert. So trafen alkoholfreie Ehepaare einander zweimal in Kamesznica (1995 und 1996), dann in Zamoœæ, Czêstochowa, Stary S¹cz, Kraków, Bia³ystok, Koszêcin, LudŸmierz, Warszawa, Olsztyn, Wroc³aw, Bydgoszcz, Tarnów, £om¿a, Miejsce Piastowe Radom, und wieder Kraków (in 2012), dan Wieleñ Zaobrzañski (in 2013), wieder Krynica (in 2015), Myczkowce (in 2016). Im Jahre 1999 pilgerten die Teilnehmer von "Hochzeit der Hochzeiten" nach Rom, wo dieses Werk vom Papst Johannes Paul dem Zweiten gesegnet worden ist.

Die Veranstaltungsreihe trägt den Namen “Hochzeit der Hochzeiten”. Aber es gibt auch eine andere Übersetzung des polnischen Namens „Wesele Wesel“. Es heißt auch „Freude [Frohsinn] der Hochzeiten“. Schon fast 200 Ehepaare mit ihren Kindern kommen alljährlich zusammen, um gemeinsam eine Nacht lang zu tanzen, um Erfahrungen bei der Organisation von alkoholfreien Tanzveranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auszutauschen. Jeden Tag gibt es für die Teilnehmer eine Heilige Messe, Konferenzen, Diskussionen. Die Eheleute kommen aus allen Regionen Polens, aber auch aus dem Ausland (Es gab schon Paare aus Österreich, Deutschland, Australien und Frankreich). Man denkt nicht nur an Polen. Es wird erwägt, ein Treffen alkoholfreier Ehepaare aus ganz Europa, oder gar aus der ganzen Welt in wenigen Jahren in Bia³ystok zusammenzurufen. Die Idee einer Welt ohne Alkohol- und ohne Drogenabhängigkeit schlägt immer tiefer Wurzeln in der polnischen Gesellschaft. Diese Vision begeistert besonders die Kinder, die während des Treffens in Warschau schöne Poster zu diesem Thema gefertigt haben.

Die Treffen der „Hochzeit der Hochzeiten” verfolgen die Ziele:

* Formation und Information
Es finden Konferenzen, Symposien, Werkstätte und Paneldiskussionen statt. Ein wertvolles Element der Treffen ist der Erfahrungsaustausch über Organisation von alkoholfreien Tanzveranstaltungen und die Möglichkeit der Unterstützung bei der Organisierung einer alkoholfreien Hochzeit wird heiratslustigen Paaren angeboten.
* Promotion der Kultur
Begegnungen mit Wissenschaft, Kunst, Theater, Kabarett, Kino werden veranstaltet; man geht zu Konzerten und Volksfestspielen.
* Erholung und Kennenlernen der Heimat
Veranstalter sorgen für Ausflüge, Stadtführungen und Sportwettbewerbe für die Teilnehmer und ihre Familien
* Andachtsübungen und Evangelisierung
Jeden Tag wird eine Heilige Messe gefeiert, mit Predigten und Konferenzen, die von Hirten der Kirche geleitet werden, wobei besonders die Rolle und Bedeutung der Ehe und der Familie, der ehelichen Liebe und der moralischen Prinzipien in der Gesellschaft hervorgehoben wird.
* Gute Unterhaltung
In der letzten Nacht des Treffens wird eine Hochzeit gefeiert. Die Eltern zeigen ihren Kindern, daß sie tatsächlich ohne Alkohol tanzen und sich freuen können, so wie hunderte andere Leute aus ganz Polen.

Die Katholische Kirche in Polen unterstützt stark die Bewegung. Zu den Treffen kommen Bischöfe, um Predigten zu halten und mitzufeiern. So waren anwesend u.a. Erzbischof Franciszek Kardinal Macharski von Kraków, Erzbischof Stanis³aw Kardinal Dziwisz von Kraków (sein Nachfolger), Erzbischof Zenon Kardinal Grocholewski aus Vatikan, Erzbischof Wojciech Ziemba von Bia³ystok, Erzbischof Edmund Micha³ Piszcz von Warmia, Erzbischof Józef Michalik von Przemyœl, damals Präesident der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanis³aw G¹decki von Poznañ, Erzbischof Alois Tkacz von Koszyce (Slovakia), Bischof Jan Tyrawa von Bydgoszcz, Bischof Stanis³aw Stefanek von £om¿a, Bischof Antoni Pacyfik Dydycz von Drohiczyn, Bischof Kazimierz Górny von Rzeszów, Bischof Henryk Tomasik von Radom, Bischof Andrzej Je¿ von Tarnów, Altbischof Adam Odzimek und Altbischoi Edward Materski aus Radom, Weihbischof Grzegorz Ryœ aus Kraków, Weihbischof Józef Zawitkowski aus £owicz, Weihbischof Marian Duœ aus Warszawa, Weihbischof Jan Szkodoñ aus Kraków, Weihbischof Andrzej Siemieniewski aus Wroc³aw, Weihbischof Wies³aw Lechowicz aus Tarnów, Weihbischof Tadeusz Bronakowski aus £om¿a, Altbischof Tadeusz Zawistowski aus £om¿a, Weihbischof Adam Szal aus Przemyœl. Weihbischof Piotr Greger aus Bielsko-Bia³a-¯ywiec.

Die Päpste Johannes Paul der Zweite und Benedikt der Sechzehnte sowie Franziskus richteten mehrmals Grußschreiben an die Teilnehmer der Treffen.

Namhafte Sozial- und Kulturwissenschaftler halten einsichtreiche Vorträge für die Teilnehmer. Darunter waren Pater Professor Karol Meissner, Sexuologiespezialist, Pater Professor Aleksander Posacki, Spezialist für Fragen der Demonologie, Okkultismus und Sekten, Pater Professor Janusz Królikowski, Spezialist für dogmatische Theologie, Pater Leon Knabit, Theologiespezialist, Professoren Pater Dr. Jan So³owianiuk, Pater Dr. Jan Pieñkosz, Pater Dr. Wojciech Nowacki (Rektor) von der Geistlichen Universität £om¿a, Dr. Mieczys³aw Guzewicz, Doktor der Theologie, Spezialist für die Fragen der Ehe, Dr. Andrzej Dakowicz von der Universität zu Bia³ystok, Dr. Krzysztof A. Wojcieszek von der Bogdan Janicki Universität, Psychologe, Dr. Eng. Antoni Zieba, Von der Technischen Universität Kraków, ein Bauingenieur, Dr. Marek Babik von der Ignatianum-Universität in Kraków, Dipl.Theol. Andrzej Wronka, Spezialist für Katholische Apologetik und viele andere. Zahlreiche Mitarbeiter der Stadt- und Bezirkverwaltungen hielten Reden über praktische Aspekte der Promotion der Nüchternheit in ihren Regionen.

Die Unterhaltung gestalteten viele Volksensambles aus den Regionen von Hochgebirge, Kujawy, Kurpie, Schlesien, Podkarpacie und sogar aus dem Ausland - aus Afrika. Auch Popkünstler traten auf, darunter Magda Anio³ mit Band, Antonina Krzysztoñ, Viola Brzeziñska mit der 'New Day' Band, Jaros³aw Wajek, einstiger Vokalist der "Oddzia³ Zamkniêty" Rock-Band, Straßenmusiker aus Tarnów, Los Abstinentos Gruppe aus £om¿a, zaNim-Gruppe aus Kraków, professionelle Tänzer aus Bydgoszcz und andere.

Zusammenfassend bemüht sich das vom Priester Z¹zel 1995 gegründete christliche Werk „Wesele Wesel“ [auf Deutsch: „Hochzeit der Hochzeiten“, oder „Frohsinn der Hochzeiten“] um Verbreitung der Idee der alkoholfreien Hochzeiten. Dadurch wird hervorgehoben, daß der Frohsinn einer christlichen Hochzeit der Freude über das erhaltene Sakrament der Ehe, die Liebe zweier Menschen und die Gründung einer neuen Familie entstammen sollte. Wie mal Noam Chomsky gesagt hat (nmach Wikipedia.de am 3. Mai 2002) „Ein Intellektueller zu sein ... bedeutet, den eigenen Verstand zu gebrauchen, um Angelegenheiten voranzubringen, die für die Menschheit wichtig sind.“ Also ist das Treffen der "Hochzeit der Hochzeiten" immer ein Treffen der Intelektuellen. Der Träger dieses Werkes ist seit 2006 der Verein „Wesele Wesel“ geworden.

Hatten Sie auch eine alkoholfreie Hochzeit? Teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen.




Koordinatoren des Treffens: Frau und Herr
Verein Hochzeit der Hochzeiten,
Initiator und Seelsorger der Treffen: Pfarrer W³adys³aw Z¹zel


Bemerkung: Die offizielle Sprache des Treffens ist Polnisch.
Falls Sie uns etwas auf Deutsch schreiben wollen, steht Ihnen zur Verfügung.

Lesern, die sich stärker für polnische Kultur interessieren, empfehlen wir auf dieser Seite:


Hochzeit der Hochzeiten 1995 und 1996 in Kamesznica

1. und 2. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 1995 und 1996

Kamesznica (Polen), 1995 und 1996

Man hätte lange erzählen können, wie es zu der Serie der Treffen "Hochzeit der Hochzeiten" gekommen ist. Es war umgefähr so wie in einer Wohnungsgenossenschaft. Einer schrieb an die Verwaltung, daß die Wände abzudichten wären. Er bekam darauf die Anwort: "Alle sind zufrieden, nur Sie meckern". Einmal unterhielt er sich mit dem Nachbarn darüber, daß die Heizungskosten zu hoch sind, weil das Gebäude nicht abgedichtet ist. Darauf sagte der Nachbar, er hätte schon an die Verwaltung geschrieben und die Antwort bekommen, daß nur er in dem Hause meckere. Beide verglichen die erhaltenen Schreiben. Bald hat es sich erwiesen, daß schon fast alle die gleiche Antwort bekommen haben. Da staunten sie und beschlossen, gemeinsam vorzugehen. Die Verwaltung hat gleich aufgegeben, als sie sah, daß alle alles wissen.

Es gibt zwar nicht so viele alkoholfreie Hochzeiten, daß man sagewn könnte, ganz Polen heiratet ohne Alkohol, doch der Informationsfluß läft genau wie in der Wohnungsgenossenschaft. Eines der zahlreichen Ehepaare, die dachten, daß sie allein in dieser Welt alkoholfrei heirateten, war sehr überrascht, als es erfuhr, daß es ein ganzes Dorf gibt, wo lauter alkoholfreie Hochzeiten gefeiert werden. Sie wollte deshalb die Idee unter den Leute verbreiten. Und da es eine Sendung bei einem gerade entstehenden Amateurrundfunk leitete, lud sie kurzerhand den Probst jener Pfarrgemeinde ein, damit er erzählt, wie man solche Hochzeiten macht. Da der Rundfunk interaktiv ist, kam eine neue Überraschung. Aus ganz Polen riefen Leute an: "Wir hatten auch eine alkoholfreie Hochzeit gehabt". Der Priester begriff die Gunst der Stunde und sagte: "Also treffen wir uns".

Richtig geraten: es war Pfarrer W³adys³aw Z¹zel aus dem Dorfe Kamesznica. Und so kamen die ersten zwei Treffen "Hochzeit der Hochzeiten" zustande, die ausgesprochene Wallfahrten waren. Eine Wallfahrt ist eine Reise zum Zweck des Besuches einer bestimmten Gebetsstätte mit religiöser Bedeutung, wo zum Beispiel große Wunder geschehen. Kamesznica ist genau ein Ort, wo ein unvorstellbares Wunder geschah: seit Jahren werden fast alle Hochzeiten ohne Alkohol gefeiert. Wenn man auf die Jahre der sozialistischen Regime seit 1939 denkt, und daran, welchen hohen Wert die Sozis aller Färbungen auf den Alkoholkonsum gelegt haben, muß man schon staunen.

Das Wunder kam natürlich nicht von allein. Kamesznica liegt in einer wunderschönen Umgebung des Beskid-¯ywiecki-Gebirge in den äußeren Westkarpaten, südlich der Stadt ¯ywiec. Das Dorf erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang des Tals der Bystra und Janoska am südöstlichen Hang der Barania Góra. Die beiden Flüsse münden in der Mitte der Ortschaft in der Kameszniczanka.

Doch die 3.000 Bewohner wußten die von Gott geschenkte Schönheit nicht zu schätzen und flüchteten in die virtuelle Welt des Alkohols. Sie taten dem Probst Z¹zel leid. Deshalb faßte er den Beschluß, radikal zu handeln. Er erließ ein Probstgesetz, wonach er kein Geld von den Verlobten nehmen wird, die mit Alkohol ihre Hochzeiten feiern. Denn nur Pracher saufen und und es wäre unanständig, von einem Bettler Geld anzunehmen. Dies hatte große Wirkung, die Leute kehrten zum Leben zurück.

Der Probst Z¹zel wurde dadurch in ganz Polen in den Kreisen der Nüchternheitsseelsorge bewundert. Er aber wollte die Idee der alkoholfreien Hochzeiten allen zugänglich machen und das war der Grund, warum er die Ehepaare, die eine solche Hochzeit hatten, aus allen Ecken Polens zu sich eingeladen hatte. "Nicht der Vortrag sondern ein Beispiel" pflegt er zu sagen. Er wollte eben seinen Gemeindemitgliedern aber auch den anderen zeigen, daß es auch andere Leute gibt, die ebenfalls alkoholfrei heirateten. Er wollte die geheimnisvolle, erdrückende Schweigeverschwöhrung brechen. So kamen etwa 60 Ehepaare aus Jelenia Góra, Wroc³aw, Wa³brzych, £ódŸ, Toruñ, Skierniewice, P³ock, Ostro³êka, £om¿a, Bia³ystok, Lublin, Rzeszów, Czêstochowa, Kraków, Ochotnica Górna, Nowy Targ, Dêbno Podhalañskie, £opuszno, Szczwnica, Zakopane, Brzegi, Bielsko-Bia³a, Kêty, Chocho³ów und anderen Ortschaften. Der Papst Johannes Paul der Zweite hat ein Grußschreiben zukommen lassen. Man hat einen Hochzeitball veranstaltet, wo ein Górale-Orchester gespielt hat. Natürlich gab es auch Bergwanderungen, um die schöne Gegend kennenzulernen.

Bei der Abreise sehnten sich alle danach, wieder eine solche Feier zu haben. Und so begann diese Veranstaltungsreihe.


Hochzeit der Hochzeiten 1997 in ZamoϾ

3. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 1997

ZamoϾ (Polen), 1997

Ab der dritten Hochzeit der Hochzeiten waren die Veranstaltungen ausgesprochene Missionsreisen.

Nach den beiden Treffen in Kamesznica war es gleich zu merken, daß die Journalisten gar nicht so sind, wie man sie allgemein malt. Viele Leute sind davon überzeugt, dass Journalisten nach Sensationen jagen. Ein Treffen von Eheleuten, die alkoholfreie Hochzeiten hatten, ist gerade in Europa eine unvorstellbare Sensation. Aber abgesehen von der lokalen Presse gab es kein nachhaltiges Echo. Also ist es allen klar geworden, daß die Hochzeit der Hochzeiten mit ihrer Botschaft nicht über die Presse sondern persönlich zu den einzelnen lokalen Gemeinschaften kommen muß .

Und es ergab sich, daß ein Ehepaar, das am Kamesznicer Treffen teilnahm, alle nach Zamoœæ eingeladen hat. Die Missionsreise in ostpolnischen Zamoœæ war gleich ein spektakulärer Erfolg. Es wurde nämlich eine Trauung und eine alkoholfreie Hochzeit gefeiert.

"Sind Sie beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken will, und sie im Geist Christi und seiner katholischen Kirche zu erziehen?". Diese Frage stellt der Zelebrant den Brautleuten während des Traugottesdienstes. Wie vergeßlich viele sind, erkennt man dann an den Kinderschlachtungszahlen. Diese Frage klingt besonders mahnend gerade in Zamoœæ, wo die "Kinder von Zamoœæ" zu einem Begriff geworden sind. "Kinder von Zamoœæ" sind diejenigen Kinder, die von den Deutschen während des zweiten Weltkrieges in der Umgebung dieser Stadt ihren Eltern weggenommen worden sind und in das Reich verschleppt worden sind. Die meisten sah man nie wieder. Sie sind am Hunger und schlechter Behandlung verstorben.

In diesem Zusammenhang sind alkoholfreie Hochzeiten besonders hoch zu schätzen. So vermählte Eheleute wissen um den Wert der Kinder, sind immer beim Verstand und handeln immer mit Überlegung und an Geld mangelt es bei ihnen nicht.

Bei den Treffen der Hochzeit der Hochzeiten ist die Anwesenheit von Volkskultur in aller Form auffallend. Es kommen Leute in Volkstrachten, es wird Volksmusik gespielt und Volkstänze werden getanzt. Dahinter steckt die schlichte Wahrheit. Die Kultur gedeiht dort, wo auch Nüchternheit herrscht. Trunkenheit bedeutet den Untergang jeglicher Kultur. Besonders schön klang diese Musik in der Umgebung der 60.000-Seelen-Stadt, derer Architektur ihr die Namen "Perle der Renaissance", "Stadt der Arkaden" und "Padua des Nordens" eingebracht hat.


Hochzeit der Hochzeiten 1998 in Czêstochowa

4. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 1998

Czêstochowa (Polen), 1998

Der weltweit berühmte Wallfahrtsort Czêstochowa, und darin der Berg Jasna Góra war eine wichtige Station für Hochzeit der Hochzeiten. Hier hat das polnische Volk im Jahre 1956 feierlich den Kampf der Trunkenheit angesagt. Alkoholfreie Hochzeiten sind ein Zeugnis dafür, daß dieser Eid hierzulande ernst genommen wird.

Das Kloster auf dem Berg Jasna Góra war eine Festung, die im Jahre 1656 berühmt geworden ist, als sie von schwedischen Aggressoren, die auf die angeblichen Schätze aus waren, monatelang belagert wurde und sich erfolgreich verteidigen konnte. Die Kraft der kleinen Mannschaft der Festung lag eher in dem Geistigen als im Militärischen. Deshalb gelten die Verteidiger von Jasna Góra bis heute als nationale Helden.

Ebenso heldenhaft sind die Ehepaare, die alkoholfreie Hochzeiten gefeiert hatten. Ein bekanntes Märchen sind die Aufrufe der laizistischen Fundamentalisten zur Trennung von Staat und Kirche oder zur weltanschaulichen Neutralität des Staates. Dies hat es nie gegeben, besonders in der Zeit des Kommunismus. Der "neutrale" Staat wollte immer die katholische Religion nach eigener Vorstellung formen. Er mischte sich sogar in das Spenden von Heiligen Sakramenten ein. So durfte zum Beispiel ein Priester keinem Paar das Sakrament der Ehe spenden, welches sich keine staatliche Genehmigung für dieses Sakrament einholte. Sonst drohte dem Priester eine gerichtliche Strafe. Das Paar aber, um diese Erlaubnis zu erhalten, mußte sich der oftmals entwürdigenden Prozedur der staatlichen "Trauung" unterziehen lassen. Diejenigen, die noch eine alkoholfreie Hochzeit wollten, mußten sich häufig um weitere Genehmigungen bemühen, um z.B. in einem Restaurant feiern zu dürfen. In den achtziger Jahren kam noch der Horror der Lebensmittelmarken dazu. Um die Gäste nicht hungern zu lassen, mußte eine vierköpfige Familie etwa vier Monate streng fasten (ohne Fleisch), und alles im Kühlschrank ablagern. Die Alkoholliebhaber hatten es einfacher - sie konnten Hunger der Gäste mit Überdosis Alkohol betrügen. Die Nüchternen mußten schon einen ungebrochenen Kampfgeist aufweisen.

Deshalb kann man heute ohne Übertreibung die Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten Nationalhelden nennen.


Hochzeit der Hochzeiten 1999 - Rom und Stary S¹cz

5. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 1999

Rom (Vatikan) und Stary S¹cz (Polen), 1999

Das fünfte Treffen war eine zweiteilige Hochzeit - in Rom und Stary S¹cz. Stary S¹cz (genannt Bryjowo) ist eine Stadt von etwa 9.000 Einwohnern, die bereits in dem dreizehnten Jahrhundert gechartert wurde. Es liegt im S¹decka-Tal am Zusammenfluß der Dunajec und Poprad Flüsse auf einer Höhe von 320 m über dem Meeresspiegel. Das örtliche Kloster St. Clare wurde von der Prinzessin Kinga, Ehefrau von Boleslaw dem Keuschen gegründet. Den Ort besuchte der Papst Johannes Paul der II, der hier Kinga heiliggesprochen hat. Die Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten waren während dieser Heiligsprechungsmesse am 16. Juni 1999 in einem Sondersektor anwesend.

Aber zuerst waren sie in Rom - der alten Hauptstadt des Christentums. Die monumentale St. Peter-Basilika und die Türen des Apostolischen Palastes beeindruckten mit ihrer majestätischen Schönheit. Sie erinnern aber auch an das Martyrium vieler Christen. Dank den Anstrengungen von Pater Z¹zel wurden die Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten zu einer Privataudienz vom Papst Johannes Paul dem Zweiten eingeladen. Alle waren zutiefst gerührt. Tränen erschienen in vielen Augen. Denn die Idee der alkoholfreien Hochzeiten baut gerade auf der Lehre dieses Papstes auf.


Erinnerungen an Hochzeit der Hochzeiten in Kraków im Jahre 2000

6. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2000

Kraków (Polen), 2000

Kraków ist die einstige Hauptstadt Polens. Heutzutage ist diese 700.000-Seelen-Stadt Erzbischofssitz und zweitgrößte Stadt Polens. Die Hochzeit der Hochzeiten traf hier im Jubiläumsjahr der Christenheit ein.

Etwa 50 Ehepaare aus allen Ecken Polens reisten ein: u.a. aus Podhale, Bia³ystok, Koszêcin, Jelenia Góra, Jastrzêbia, S¹decczyzna. Während der Tanzveranstaltung spielte das "Grojcowianie"Orchester aus ¯ywiecczyzna.

Das Jubiläumsjahr erweckte die tiefere Reflexion darüber, wie wichtig der Glaube als eine Motivation für alkoholfreie Hochzeiten ist. Man feiert die Trauung auf solche Weise nicht deshalb, weil man Alkoholiker oder ein Geizhals ist, sondern weil man im Sakrament der Ehe den Christus selbst begegnet und ihn in das neu gegründete Haus einladen will, damit man reichlich Segen empfängt. Man will nicht etwa Christus gleich an der Schwelle des Hochzeithauses vertreiben, was nun allzu oft passiert, wenn da reichlich gesoffen wird. .

Die Leute, die alkoholfrei geheiratet haben, spüren, daß religiöse Praktiken das Leben der Familie erleichtern und die Liebe des Ehepaars und zwischen den Eltern und den Kindern stärken. Deswegen ist die Hochzeit der Hochzeiten immer mit der Vertiefung des Glaubens verbunden. Jeden Tag wird eine heilige Messe gefeiert. Eine der Messen in Kraków las der Weihbischof von Kraków, Jan Szkodoñ. Die Predigten werden als wertvolle Schätze im Gedächtnis beibehalten und mit nach Hause genommen. Auf dem Photo sind einige der Prediger der Krakówer Hochzeit der Hochzeiten zu sehen. Neben dem Pater Z¹zel, der immer dabei ist, verkündete das Wort Gottes auch der Krakówer Bischof Szkodoñ und der Pfarrer der Heilig- Joseph-Pfarrgemeinde Hwd. Prälat Franciszek Ko³acz.


Hochzeit der Hochzeiten 2001 in Bia³ystok

7. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2001

Bia³ystok (Polen), 3-6.8.2001

In Bia³ystok wurde die Hochzeit der Hochzeiten von den Stadtvätern besonders herzlich begrüßt. Es geschah gerade ein furchtbares Unglück. Ein betrunkener Autofahrer hat Duzende von Leuten überfahren. Bei dem Blutbad kamen viele ums Leben, es gab zahlreiche Verletzte. Die Stadtväter reagierten angemessen: Der Bürgersteig wurde etliche Meter (hinter Bäume) verlegt und ein Verbot von Alkoholverkauf an Tankstellen wurde erlassen. Die ausländischen Tankstellenunternehmen wollten sich nicht fügen und zogen vor das Gericht gegen die 280.000-Seelen-Stadt in Nordostpolen. Angeblich wären Menschenrechte verletzt. Aber heute unterstreicht der Papst Benedikt der 16., daß es kein Recht auf Unrecht gibt.

Dazu zeugt die Hochzeit der Hochzeiten gerade davon, daß die Menschen gar nicht zu trinken brauchen. Dafür lobte der Papst Johannes Paul der 2. die Hochzeit der Hochzeiten in einem Grußschreiben, welches von dem Erzbischof Wojciech Ziemba von Bia³ystok verlesen wurde.

Nach der Ankunft am Freitag Abend gingen wir zur konzelebrierten Messe vor der Kapelle in Œwiêta Woda. Zuvor beteten wir Kreuzweg auf dem Berg der Kreuze daneben für Suchtkranke und ihre Familien. Zwischen den Stationen wurde das Kreuz von Vertretern einzelner Diozesen getragen.

Dann am Samstag am Vormittag gab es spannende Vorträge, und am Nachmittag haben wir die Stadt besichtigt. Bereits der russische Tsar wußte, daß der Katholizismus ein fester Bestandteil der polnischen Seele ist. Darum durfte man unter seiner Besatzung katholische Kirchen in Bia³ystok nicht bauen. Aber die schlauen Bewohner, die in einer kirche mit Platz für 20 Personen beten mußten, erbaten den Bau einer Seitenkapelle. Die Erlaubnis haben sie erhalten, ohne Angaben für die Größe der Kapelle. So entstand die heutige riesige Kathedrale von Bia³ystok ... .

Am Abend nach einer Heiligen Messe gab es den alkoholfreien Ball der Hochzeit der Hochzeiten. Moderne Musik und Volksmusik der Górale erklang bis in die tiefe Nacht. Die vielen Kleinkinder wollten gar nicht schlafen gehen. Neben dem Tanz gab es auch Zeit für Gebete. Angefangen mit dem Abendlied "Alle unsre Tageswerke" und zum Schluß das lied "Wenn der Morgenröte Strahlen / Berg und Hügel purpurn malen". Zwischendurch erzählten die Teilnehmer ihre Lebensgeschichten und insbesoindere über ihre alkoholfreien Hochzeiten. Allein aus Bia³ystok waren 70 Ehepaare anwesend. Die Menge, Qualität und Originalität der Speisen veranschaulichten die traditionelle polnische Gastfreundschaft. Man mußte nun den Einsatz der vielen Frewilligen, die da mitgeholfen haben, bewundern.

Am Sonntag las eine Messe der Erzbischof. Wir besannen uns auf unser Trauungsgelübde. dann gignen alle zum Schloß der Familie Branicki, wo wir vom stadtpräsidenten und dem Erzbischof beschenkt wurden.

Am Nachmittag gingen wir zu einem Konzert auf der Volksbühne. Es gab auch einen Auftritt der Volkskünstler aus Afrika.

Am Montag reisten wir in die Bia³owieska-Heide. Unterwegs besichtigten wir eine orthodoxe Kirche, ein Naturkundemuseum und ein Mini-Zoo mit Bisonen, Bisono-Kühen, Hirschen, Elchen, Tarpan-pferden , Wölfen und Wildschweinen. Der Führer sprach sehr interessant und wir hörten mit angehaltenem Atem zu. Wir haben nicht nur die Gewohnheiten der Tiere und Vögel die Besonderheiten der Fauna, sondern auch die Menschen, die hier herrschten, kennengelernt. Also die Geschichte des Obelisks, den König Friedrich August III dem Jagderfolg seiner Frau gewidmet hat, die Dutzende von Bisons umgelegt hat, das Schicksal des Zaren-Palasts in der Nähe von Bialowieza, die Grausamkeit der deutschen Sozialisten, die auf Befehl von Göring Menschen in Dutzenden von Dörfern rund um die Bia³owieska-Heide ausgerottet oder in KZs abgeschoben haben und die Dörfer selbst niederbrannten. Schließlich wie Churchill und Rosevelt Teile unserer Bia³owieska-Heide an Stalin nach dem Zweiten Weltkrieg verschenkten.


Invitation

8. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2002

Koszêcin (Polen), 2002

Koszêcin ist an für sich ein kleines 4.000-Seelen-Dorf. Doch die Gastfreundlichkeit der lokalen Gemeinde war demnoch überwältigend, wie an allen Stationen der Hochzeit der Hochzeiten.

Koszêcin bot beeinduckende Sehenswürdigkeiten: eine Schrotholzkirche der Hl. Dreifaltigkeit von 1724 mit reicher Ausstattung sowie ein Schloß aus dem 16. Jahrhundert, umgebaut zu einer dreiflügligen Anlage in 1829/30. Der umgebende Schloßpark wurde im 19. Jahrhundert angelegt. Das weltberühmte Volksensamble Œl¹sk hat hier seinen Sitz.


Hochzeit der Hochzeiten 2003 in LudŸmierz

9. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2003

LudŸmierz-Zakopane (Polen), 31.7.-4.8.2003

Ehepaare, die alkoholfreie Hochzeiten hatten, wurden 2003 nach Ludzmierz eingeladen.

LudŸmierz liegt hoch in dem polnischen Tatrahochgebirge. Es ist zugleich ein Wahlfahrtort Marias, der Königin der Berge. Mit dem Zug kommt man nur bis Nowy Targ, und dann muß man Taxi nehmen.

Ludzmierz ist eine kleine, romantische Ortschaft am Bergfluß Dunajec, mit einer kleinen Dorfkirche.

Hier wurde vor Jahren eine große Grundschule gebaut, die jetzt den Teilnehmern des Treffens Unterkunft bot. Wie echte Pilger schliefen wir auf Matratzen und genossen die Gastfreundschaft der Bewohner der Hochgebirge, die uns echte Goralenspeisen anboten, darunter den weltberühmten Käse Oscypek.

Das spirituelle Leben der Dorfgemeinde war unheimlich reich. Im Freien, um die Kirche herum, war ein Kreuzweg gestaltet, den wir im Gebet gegangen sind. Daneben gab es auch einen Rosenkranzweg, auf dem wir ebenfalls gebetet haben.

Die Empfangsparty war draußen hinter der Schule. Bratwürstchen frisch vom Lagerfeuer wurden angeboten.

Am nächsten Tage spielten wir dort Fußball.

Volksmusik- und -tanzensamble der Hochgebirge stellte uns die Kultur der Region vor.

Geistlich betreut und belehrt haben uns zwei Bischöfe (darunter ein Kardinal) und der in der Zwischenzeit schon im Ausland bekannte Priester Z¹zel, der sich für die Idee der alkoholfreien Hochzeiten seit zwanzig Jahren engagiert. Wir besuchten zwei Wallfahrsorte: LudŸmierz am Dunajec und Krzeptówki in Zakopane.

Traditionell am Samstagabend hatten wir die Hochzeitjahrestagmesse, die vom Bischof von Lomza gelesen wude. Zu der Messe fuhren wir nach Zakopane auf einem Weg durch die Berge, der normalerweise nur hochgestellten ausländischen Staatsgästen vorbehalten ist. Unterwegs konnten wir die Schönheit der Landschaft und der Flora bewundern. Nach der Messe wurde die Hochzeit in einem Goralegasthaus gefeiert. Sie endete gegen Sonnenaufgang mit dem Segen des Priesters Z¹zel und dem Walzer der Eheleute mit Kerzen.

Dann am Sonntag las für uns die Messe der Erzbischof von Krakow, der speziel zu diesem Anlaß angereist war.

Danach gab es ein Treffen mit den Abgeordneten, Senatoren, Bürgermeistern und Vertretern der Kreis- und Bezirkräte aus Krakau und Umgebung von LudŸmierz. Wir waren echt überrascht, daß unser Privatleben zur Staatsangelegenheit wurde.

Am Nachmittag spielten wir Fußball in Nowy Targ gegen die lokale Amateurmannschaft.

Unsere Namen wurden in das Goldene Buch der Ehepaare,die alkoholfreie Hochzeit hatten, des Wallfahrtsortes Ludzmierz eingetragen, zusammen mit den Namen unserer Eltern.

Am Montag konnte man noch an Ausflügen in die schöne Gegend fahren, und auf einem Boot Dunajec entlang reisen.

Wie während der früheren Treffen, sorgte Pater Zazel, der die Treffen inizierte, für spirituelle Betreuung. Er verpaßt nie den Engeln des Herrn, oder den Apel von Jasns Gora. Seine humorvollen Predigten in der Goralesprache sind unvergeßlich.

Es kamen etwa 400 Leute zusammen (natürlich mit den Kindern gerechnet), darunter einige aus Frankreich.

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Hochzeit der Hochzeiten 2004 in Warszawa

10. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2004

Warszawa (Polen), 22-26.8.2004

In Kamesznica begann die Wanderung der Hochzeit der Hochzeiten durch Städte und Dörfer Polens, um nach zehn Jahren in die Hauptstadt einzuziehen. Die letzte Juliwoche 2004 war mit interessanten Veranstaltungen gefüllt. Dieses Jahr feierten zusammen etwa 700 Gäste. Dei Tage lang gab es verschiedene Treffen, Gesprächsrunden, Konzerten und Besichtigungen der Stadt.

Im Gebäude des polnischen Parlaments gab es eine Konferenz über die Wege zur Nüchternheit der Landsleute. Während der Konferenz stimmten die Teilnehmer das kirchliche Lied "Wir wollen leben ohne das Rauchen und ohne das Saufen" ein. Prompt stürmten in den Saal die Wächter, um zu sagen, daß man so was nicht singen darf, weil im anderen Saal nebenan eine Lifeübertragung lief. Sie wollten auch wissen, was hier los ist. Ein Priester hat sie beruhigt, dass es sich nur um einen Aufstand handelt. Alle lachten augenblinkend.

Während des Treffs in Sejm wurde vorgeschlagen, ein Treffen alkoholfreier Ehepaare aus ganz Europa, oder gar aus der ganzen Welt in wenigen Jahren in Bia³ystok zusammenzurufen. Die Idee einer Welt ohne Alkohol- und ohne Drogenabhängigkeit schlägt immer tiefer Wurzeln in der polnischen Gesellschaft. Diese Vision begeistert besonders die vielen Kinder, die während des Treffens im Parlamentsgebäude schöne Poster zu diesem Thema gefertigt haben (manche Ehepaare kamen mit fünf und mehr Kindern).

Während der Konferenz wurde ein Buch über alkoholfreie Hochzeiten vorgestelt,welches unter anderen Erinnerungen der Ehepaare an ihre alkoholfreien Hochzeiten enthielt.

Wir besichtigten das königliche Schlößchen Wilanów. und den Joseph-Stalin-Palast, der das höchste Gebäude der Hauptstadt ist. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde dabei in diesem Palast, der als Symbol des Atheismus galt, „Engel des Herrn“ gebetet.

Drei Bischöfe: Weihbischof von Warschau, Weihbischof von Lowicz und der Diözesenbischof von Drohoczyn haben für Messen gelesen.

Der Ball der Hochzeit der Hochzeiten fand im Joseph-Stalin-Palast statt. Stalin soll angeblich gesagt haben, daß jedes Glas Schnaps ein Schritt im Aufbau des Sozialismus ist. Er muß wohl sich im Grab gewälzt haben, als in seinem Palast eine alkoholfreie Hochzeit gefeiert wurde.

Pater Zazel brachte mit sich eine Gruppe von hochländischen Volkstänzern. Sie führten uns zahlreiche "sportliche" Tänze vor. Mit z.B. Sitzstützen und Liegestützen. Dann luden sie mutige Männer zum Tanzkursus ein. Recht wenige von den Freiwilligen schafften es, den ganzen Tanz mitzumachen. Die Frauen feuerten ihre Ehemänner an und schossen Photos. Alle hatten viel Spaß.

Zahlreiche Fernsehteams waren anwesend und später gab es eine Reportage im katholischen Fernsehen.


Hochzeit der Hochzeiten 2005 in Olsztyn

11. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2005

Olsztyn (Polen), 25-27.7.2005

Hochzeit der Hochzeiten AD 2005 fand in Olsztyn, der Hauptstadt der tausend Seen, statt. Olsztyn selbst ist eine ungewöhnlich schön gelegene Stadt. Es gibt dort etwa acht größere Seen und eine Unzahl kleinerer. Wir wohnten dort in einem Studentenheim einer sehr hohen Klasse (Internetanschluss an jedem Bett) direkt an einem kleinen, angeblich 30 Meter tiefen See. Fünf Minuten Spaziergang trennten uns von einem See mit Badegelegenheit. Wir machten auch davon Gebrauch. In der Olsztyner Kathedrale erwartete uns eine kleine historische Überraschung. Ein Bischof von Varmia wurde vor Jahrhunderten zum Papst gewählt worden. Er war allerdings ein Italiener.

Als eine Art Auftakt galt die Pilgerfahrt nach Gietrzwald, dem Erscheinungsort der Jungfrau Maria von 1877, wo unter deutscher Besatzung polnische Gemeindemitglieder den deutschen Pfarrer gegen Willkür preußischer Beamter verteidigten. Es ergab sich so: Gietrzwa³d wurde wegen der Erscheinungen zu einem berühmten Pilgerort im neuzehnten Jahrhundert. Wegen eines Verbots der Wallfahrten nach Czêstochowa, fingen besonders viele Leute an, nach Gietrzwa³d zu pilgern. Es war gerade die Zeit des Kulturkampfes und das gefiel den Beamten des eisernen Kanzlers nicht. Der dortige Probst war ein Deutscher, der für polnische Gemeindemitglieder und Pilger Predigten auf Polnisch hielt. Das wurde den Beamten zu viel und sie ließen ihn verhaften. Daraufhin gingen fast alle Bewohner von Gietrzwa³d in die Kreisstadt und beteten Rosenkranz tagelang auf der Straße vor dem Gefängnis. Mit Erfolg. Sie bekamen den Probst zurück.

Nach dem zweiten Weltkrieg war Gietrzwa³d wieder Gegenstand des Hasses von Beamten, diesmal der Kommunisten. Es gab keinen Wegweiser in diese kleine Ortschaft. Auf die Weise verlor dieser Ort an Bedeutung, aber trotzdem fanden doch welche Leute den Weg hierher.

Wir besichtigten auch ein Freilichtmuseum des polnischen Dorfes und begaben uns zum Grunwalder Denkmal. Wer die deutsch-polnische Geschichte kennt, weiß, dass es sich um den Ort der größten, für Polen siegreichen Schlacht des Mittelalters handelt. Die Schlacht von Grunwld war nicht eine Schlacht des Militaers zweier befeindeten Staaten. Es war ein Krieg der Welten: der Welt des Hedonismus derer, die von der Arbeit anderer leben wollten, und der Welt des Fleißes der freidlichen Feldbebauer. Die Amerikaner haben ihre Legende vom Bostoner Teetrinken. Die Polen - die Legende vom Grunwalder Weintrinken. Der gesamte Vorrat am Alkohol, den die Kreuzritter für die erwartete Siegesfeier mit sich zum Schlachtfeld gebracht haben, wurde von den Polen in einen See hineingegossen. Man hätte danach tagelang den Gestank des Schwefels (Kennzeichen für die Anwesenheit des Teufels) über dem See gerochen haben, bis man die Gegend mit Weihwasser bespritzt hätte.

Überraschenderweise kam das Thema des Kampfes der Zivilisationen ins Gesprech während des Olsztyner Treffens. Das Treffen war nämlich mit der alkoholfreien Hochzeit eines Paares aus Deutschland verbunden. Sie kamen mit ihren Gästen speziell nach Polen, um Hochzeit ohne Alkohol feiern zu dürfen. So war die Hochzeitjubiläumsmesse der Hochzeit der Hochzeiten gleichzeitig die Trauungsmesse des jungen Paares aus Deutschland. Das Sakrament spendete Pater Zazel, der die Treffen der Hochzeit der Hochzeiten inizierte. Danach in einem gemeinsamen Zug durch die Straßen der Stadt begaben sich alle (mit dem Präsidenten der Stadt an der Spitze) zu einer Turnhalle, wo auch gemeinsam Hochzeit gefeiert wurde. Es kamen über fünfhundert Leute (Familie und die Teilnehmer des Treffens) zusammen.

Die Hochzeit der Hochzeiten hatte auch zahlreiche andere kulturelle Höhepunkte, wie Auftritte von Volksmusikgruppen und einer Jugendband, Vorträge von Sozialwissenschaftlern usw. Es gab auch Gelegenheiten, um in einem der Stadtseen zu baden, durch Wälder zu wandern und radzufahren.

Es ist immer interessant und lustig zu hören, was die Teilnehmer über ihre alkoholfreie Hochzeiten erzählen. Und doch gelingt es immer wieder, den Widerstand des Familien- oder Freundeskreises zu durchbrechen und eine gelungene Hochzeit zu haben, die noch nach Jahren in einer guten Erinnerung bleibt. Und es bleibt auch die Ehe, was am wichtigsten ist.

Eines der Ehepaare stieß bei zahlreichen Bekannten auf harte Absagen. Unbekümmert luden sie also andere Gäste ein. Was für Überraschung sie da hatten, als nicht nur die Zusagenden, sondern auch die Absagenden erschienen sind. Glücklicherweise meisterte die Lage der Hochzeitsvorsteher exzellent und man konnte alle Gäste an die Tische setzen. Mit dem Essen gab es keine Probleme, denn die Lebensmittel und Getränke werden für Hochzeiten in Polen immer im Überschuß vorbereitet.

Immer wieder bewundern wir die Hochländer (Gorale), die trotz der glühenden Sommerhitze in ihren Volkstrachten erscheinen. Darunter der Pater Zazel, der nicht gerade der jüngste ist. . Ihr Erscheinen zu den Heiligen Messen, Treffen mit den Behörden und Auftritte während des Balls machen unheimlich viel Spaß und sind immer ein unvergeßliches Kulturerlebnis.

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Hochzeit der Hochzeiten 2006 in Wroc³aw

12. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2006

Wroc³aw (Polen), 2006

Wie vergeßlich die Leute aber sind. Das sieht man gerade an der 600.000-Seelen-Stadt Wroc³aw im Südwesten Polens, die seit über 1.000 Jahren ein polnischer Bischofssitz ist. Man redet da viel von Vertriebenen und meint gerade diejenigen, die selbst geflüchtet sind. Oder, wenn man ganz genau sein will, es waren die Deutschen, die die anderen Deutschen aus Wroc³aw am Ende des zweiten Weltkrieges vertrieben haben. Und zwar aus einem guten Grund, den wir hier nicht weiter verfolgen wollen. Ihren Platz nahmen die Polen ein, die wirklich aus ihrer Heimat vertrieben worden sind und von denen man bis heute nicht sagt, daß sie vertrieben wurden. Sie brachten ihre Schmerzen hierher - das Andenken an die Verwandten, die im fernen Sybirien unter Qualen starben oder in verschiedenen Lagern umgebracht wurden. Die Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten ehrten ihr Andenken mit Blumen an verschiedenen Denkmälern.

Eine solche Gedenkstätte sieht man auf dem obigen Photo.

Man kann sich schon wundern, daß so viele Kinder zu einer Hochzeit reisen. Wenn sie eben alkoholfrei ist, brauchen die Eltern um ihre Kinder nicht zu bangen. Der andere Grund ist ebenso überzeugend: Es werden für die Kinder während dieser Veranstaltungen besondere Attraktionen geboten: In Wroc³aw zum Beispiel die Zoo-Besichtigung mit den Fernsehstars Gucwiñscy, die dieses Zoo leiten.

In Polen ist es schon so, daß eine fünfköpfige Familie, die nicht trinkt, sich ein Kind noch zulegen kann, ohne das Lebenstandard zu senken. Daher die vielen Kinder.

Traditionsgemäß fand der Ball der Hochzeit der Hochzeiten am Sonnabend statt. Nach dem Mittagessen fuhren wir mit einem Bus zum Dom (Kirche St. Johannes dem Täufer, Nazaräer). Dort spielte uns den Mendelson-Marsch ein Jugendorchester aus Hochgebirge. Der Prediger und Hauptzelebrant der Messe, Bischof Andrzej Siemieniewski, Abstinenzler, sagte zu uns: "Ihr seid die wahre Cana von Galilea, denn ihr habt alkoholfreie Hochzeiten gehabt!". Nach der Predigt sagten die Eheleute zueinander: "wenn ich heute wählen sollte, würde ich Dich wieder wählen". Es ist romantisch, aber wahr.

Wir gingen wieder zum Bus, mit dem wir in eine akademische Kantine fuhren, wo Hochzeitsball gefeiert wurde. Das Orchester der jungen Hochbergmusiker spielte wieder. So wie es in Polen die Sitte ist, wurde getanzt, gegessen, geredet. Es gab Gemeinschaftsspiele. Es gab auch ein besonderes Programm für Kleinkinder, wo sie sich wie im Kindergarten fühlen konnten: Versteckspiele, Verkleidung, Klettern usw.

Moderne Hochzeitbräuche wurden vorgeführt. Zu denen gehören sog. "Oczepiny" ("Behaubung"). Dieser Brauch ist typisch für die meisten slawischen Völker. Es ist ein symbolischer Abschied der Braut vom jungfräulichen Stand und ein Übergang in den Stand der Ehefrau. Der Name kommt von der Haube, einer Kopfbedeckung, die die Ehefrauen einst trugen. Zwar ist diese Sitte sehr alt, aber wird nun mit modernen Inhalten gefüllt. Auf eine unterhaltsame Weise wird dabei den frischen Eheleuten beigebracht, was für neue Pflichen auf sie jetzt warten. Die Texte werden meist gesungen.

Es kamen auch Journalisten, um Interviews zu ergatten. Pater Z¹zel hat sie darauf hingewiesen, was für eine Rolle sie in der Gesellschaft spielen und daß sie deshalb ehrlich berichten und nicht etwa gute Initiativen verspotten sollten. Der Grund für eine solche Mahnung war natürlich der Stiel der Befragung, mit dem sie anfingen. Etwa "Warum haben Sie sich entschieden, eine so komische Hochzeit zu feiern?". Pater Z¹zel unterstrich, daß nicht die Trunkenheit sondern die Nüchternheit ein natürlicher Zustand eines Menschen ist.

Während des Balls entstand die Initiative, den Verein Hochzeit der Hochzeiten ins Leben zu rufen.

Die Zeit verging so schnell, daß es bald dämmerte.


Hochzeit der Hochzeiten 2007

13. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2007

Bydgoszcz (Polen), 2007

Bydgoszcz, eine alte polnische 400.000-Seelen-Großstadt erstreckt sich vom Flu&szlg; Wis³a bis Brda. Beide Flüsse durch Bydgoszcz-Kanal verbinden.

Bydgoszcz hatte während des zweiten Weltkrieges unter der Besatzung durch biertrinkende Nation besonders hart zu leiden. Die Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten gedachten die zahlreichen ermodeten Polen in dem Tal des Todes sowie auf dem Altmarkt und in der Märtyrer-Kirche.

Daneben gab es aber viele erfreuliche Punkte des Programms, wie Vorträge, Ausflüge nach Toruñ, Backen von Pfefferkuchen und Besichtigung von Radio Maryja.

Am Samstag abend wurde die Hochzeit gefeiert. In der Bydgoszczer Mutter-der-Schönen-Liebe-Kathedrale wurde zuvor die Heilige Messe vom Ortsbischof Jan Tyrawa gelesen. In der Predigt verwies er auf die Ehepaare, die nicht-alkoholische Hochzeiten hatten, als ein Gotteszeichen für andere Ehepaare, damit sie richtig das Ziel einer Ehe erkennen - das ewige Heil. Nach der Messe gingen die Teilnehmer in die £uczniczka- Halle. Unterwegs wurden Blumen unter dem Denkmal Bydgoszczer Märtyrer des zweiten Weltkriegs gelegt. Eine Delegation fuhr mit einem Schiff und der Rest ging zu Fuß. wir wurden vom einer Volksmusik-Band der Górale begleitet.

Gemäß der alten Tradition wurde im Hochzeitssaal zuerst das Brot unter den Teilnehmern verteilt. Das Brot. Unser tägliches Brot. Ein Zeichen der friedlichen Gemeinschaft.

Der Ball dauerte von 8 Uhr abends bis 4 Uhr morgens, als die Musiker ihre Instrumente packten, denn junge Leute wollten die Tanzfläche nicht verlassen. Ball führten die kombinierten Bands: Top Dog Band und Quartett Palace. Zwei professionelle Tänzer führten ein artistisches programm vor und eine Górale-Band erfreute uns mit Tanz, Musik und Gesang. Zu den Spitzenstücken gehöte der Tanz mit Äxten, deren Stahl glänzte und Funken sprühte.

Die presse berichtete über das Ereignis bereits am ersten Tag der Veranstaltung, als eine Sitzung im Rathaus zum Thema "Ich bitte Sie, sich allem zu widersetzen, was die Moral der Gesellschaft riuniert" (JP II) stattfand. Die Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten wurden danach von Journalisten der Zeitungen, Radio und Fernsehen, darunter Radiosender Radio Pik (lokale Station Bydgoszcz), RMF-FM, TV Trwam, Bydgoszcz Express und anderen zu verschiedenen Themen befragt.

Auch die Teilnehmer konnten viel dazu lernen, weil es interessante Vorträ von geladenen rednern gab. So sprach Hw. Prof. Aleksander Posackie SJ über "Pseudopsychologie und New Age als reale Gefahr für moderne Familien". Dr. Mieczys³aw Guzewicz hielt einen Vortrag zum Thema "Ehe als weg zur erlösung".

Eine besondere Zusammenfassung des Ereignisses kam vom Pater w³adys³aw Z¹zel: "Alle werden irgendwann Abstinenzler. lob denen, die es noch zu Lebzeiten schaffen".


Hochzeit der Hochzeiten 2008 in Tarnów

14. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2008

Tarnów (Polen), 31.7.-3.8.2008

Ehepaare, die alkoholfreie Hochzeiten hatten, wurden 2008 in Tarnów zu Gast.

Tarnów ist echt eine Stadt, wo man sagen konnte, dass man auch was machen kann, ohne hilflos zu klagen. Viele Parks, renovierte Kirchen und andere historische Gebäude, darunter der Altmarkt mit einem Hunderte Jahre alten Ratshaus. Besonders waren wir davon beeindruckt, dass die Stadtväter sich sehr viel Mühe geben, noch für die Stadt und ihre Einwohner zu werben, sogar gegenüber den Teilnehmern der Hochzeit der Hochzeiten, die ja eigentlich keine Unternehmer sind, die da groß investieren können. Dichter werden bei der Herausgabe ihrer Werke unterstützt.

Die Volkskultur erfuhr während dieser Veranstaltung eine besonders starke Promotion. Drei verschiedene Volksensembles hatten mehrstündige Auftritte während des Balls der Hochzeit der Hochzeiten. Es ist wirklich beeindruckend, dass die Leute sich für ihre lokale Kultur so begeistert engagieren.

Wie während der früheren Treffen, sorgte Pater Zazel, der die Treffen inizierte, für spirituelle Betreuung. Er verpaßt nie den Engeln des Herrn, oder den Apel von Jasns Gora. Seine humorvollen Predigten in der Goralesprache sind unvergeßlich. Wieder mal kamen Leute aus dem Ausland zum Treffen - diesmal aus Deutschland.

Wir danken den Bischöfen von Tarnów, den Bezirk-, Kreis- und Stadtvätern, den Organisationen und den Freiwilligen für die Unterstützung des Ereignisses.

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Hochzeit der Hochzeiten 2009 in £om¿a

15. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2009

£om¿a (Polen), 30.7.-2.8.2009

Leute in aller Welt wundern sich, wie man nüchtern eine Hochzeit feiern kann. Ein Wikipedist schrieb sogar „Eine alkoholfreie Hochzeitsfeier würde ich löschen, egal, an welchem Ort der Erde“ (woraufhin ein Wikipediaartikel zu diesem Thema tatsächlich gelöscht wurde.) Um der Unwissenheit, ja gar der Angst vor dem unbekannten entgegenzuwirken, gibt es in Polen seit Jahren eine alkoholfreie Musterhochzeit: die Hochzeit der Hochzeiten. Im Jahre 2009 wurden Ehepaare, die alkoholfreie Hochzeiten hatten, nach £om¿a eingeladen, um an dieser Musterhochzeit teilzunehmen und damit den Jahrestag eigener Hochzeit zu feiern und nebenbei den wissenshungrigen Journalisten über eigene alkoholfreie Hochzeiten zu erzählen.

Hochzeit der Hochzeit 2009 dauerte vier Tage, wie es sich feierlichen Hochzeiten gehört. Was kann man vier Tage lang machen, würden viele fragen. Ja, man kann erstens die Gegend genießen, wo die Hochzeit gerade gefeiert wird. Drozdowo und Nowogród waren Zielorte für Ausflüge. In Drozdowo gibt es ein Museum der Natur, wo man die Fauna und Flora der Flüsse Narew und Biebrza besser kennenlernen kann. Dazu gab es ein Lagerfeuer und ein Abendessen mit Wurstbraten, während auf der Freilichtbühne Volksmusik- und –tanzgruppen die lokale Kultur vorstellten. Auch was Modernes gab es von jugendlichen Musikern und Sängern zu hören. In Nowogród gibt es wieder ein Freilichtmuseum des polnischen Dorfes, welches zu den ältesten in Europa gehört. Man konnte sich dort nicht nur der alten künstlerisch geschnitzten, bemalten usw. Gerätschaften erfreuen, sondern auch die zauberhafte Landschaft bewundern.

Dann gab es auch andere Veranstaltungen: Konzerte, Vorträge der Professoren der Geistlichen Universität £om¿a zum Thema moralische Grundlagen der Ehe, Werk des Bischofs Sankt Bruno, Rolle der Laien in der Kirche, einen Beitrag über neue Suchtarten, Tanzschule und Unterhaltungsschule sowie einen Vortrag über den Wert der Keuschheit für Jugendliche, Gruppenspiele für Kinder usw. Und natürlich ein fröhliches Miteinandersein, wo man etwas von den alten Bekannten hörte und neue Bekanntschaften schließen konnte. Zu Beginn gab es einen Empfang in dem Rathaus, wo die Teilnehmer vom Stadtpräsidenten, dem Stadtrat, dem Abgeordneten aus £om¿a, den Bischöfen von £om¿a und der Sankt-Maximilian-Nüchternheitsbruderschaft begrüßt wurden.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war wie immer die Trauungsjahrestagmesse und der Hochzeitball. Die Messe hat der Bischof Bronakowski gelesen, der in Polen für die Nüchternheitsseelsorge zuständig ist. In der Predigt unterstrich er die Bedeutung eines nüchternen Elternpaars für die geistliche und gesellschaftliche Entwicklung ihrer Kinder. Er lobte dabei die Eheleute, die alkoholfrei heirateten, weil sie dadurch einen Freiheitsraum für andere schaffen und für bürgerliche Freiheiten sorgen.

Der alkoholfreie Ball der Hochzeit der Hochzeiten zog sich bis um 4 Uhr morgens und die Jugendlichen wären noch länger geblieben. Der Ball begann mit der traditionellen Polonaise, wobei an der Spitze diesmal die Jugendgruppe aus £om¿a in historischen Uniformen des Warschauer Fürstums tanzte. Eine Jugendband „Los Abstinentos“ spielte und sang lateinamerikanische Schlager. Volkstanzgruppen aus der Umgebung führten regionale Hochzeittänze und –sitten vor. Regionale Speisen und Getränke rundeten die Feier ab.

Wie während der früheren Treffen, sorgte Pater Zazel, der die Treffen inizierte, für spirituelle Betreuung. Er verpaßt nie den Engeln des Herrn, oder den Apel von Jasns Gora. Seine humorvollen Predigten in der Goralesprache sind unvergeßlich. Er wiederholte immer wieder die Belehrung seiner Eltern, die sie an ihre Kinder richteten: „Eine alkoholische Hochzeit kann jeder Bettler machen. Schaut nicht auf die Bettler, die weder Schule noch ein Haus haben“. Er nimmt auch kein Geld von den Bettlern an und geht nicht zu ihren Hochzeiten. Es wäre ja auch nicht fair, die Bettler noch finanziell zu belasten.

Wieder mal kamen Leute aus dem Ausland zum Treffen - diesmal aus Belarus.

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Hochzeit der Hochzeiten 2010 in Miejsce Piastowe

16. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2010

Miejsce Piastowe (Polen), 29.7-1.8.2010

Die Hochzeit der Hochzeiten 2010 fandin Miejsce Piastowe statt, in der südöstlichen Ecke Polens.

Miejsce Piastowe ist nicht nur ein charmanter Ort, mit Bergkulisse, Wäldern und grünen Feldern. Es ist auch spirituell attraktiv. Der Name des Dorfes ist ein schlaues Wortspiel. Einerseits bedeutet es das "Ort der Betreuung ", und auf der anderen Seite "Sitzort der ersten polnischen königlichen Dynastie Piast". Der Name wurde von dem seligen Pater Bronislaw Markiewicz erfunden. Seliger Bronis³aw schaffte hier einen realen Ort der Betreuung von Waisen, vernachlässigten und später armen Kindern (genauer genommen von Jungen, weil Co-Erziehung nicht üblich in jener Zeit war). Er kümmerte sich um sie, zusammen mit den anderen Mönchen aus dem dort von ihm gründeten Kloster, nicht nur um die Sicherung des Obdachs und der Kleidung, sondern auch um Ausbildung. Er erzog junge Menschen in drei Richtungen: für körperliche Arbeit, geistige Arbeit und geistliche Arbeit. Bald haben nicht nur die Jugendlichen von den Bemühungen des Paters Bronis³aw profitiert. Die ausgebildete Handwerker versorgten bald die örtliche Gemeinde und die Provinz mit diversen dringend benötigt Dienstleistungen. Viele Jungen konnten ein Hochschulstudium antreten. Wichtig war für die Gemeinde und die Jugendlichen auch die religiöse Bildung. Seliger Bronis³aw zeigte ihnen die Vorzüge der Befolgung der Gottesgebote in diesem und zukünftigen Leben. Die Armut der Gemeinde weichte dem wachsenden Wohlstand, womit sie ein Beispiel nicht nur für Polen setzte. Der Grund für die Armut war nämlich die moralische Unordnung der damaligen Zeit: Faulheit, Trunksucht, nicht-ehelicher Geschlechtsverkehr usw. Die Schüler von Pater Bronis³aw lernten nicht nur hart zu arbeiten, sondern sich auch kulturell die Freizeit zu verbringen: Schach, Dame zu spielen, Bücher zu lesen, zu tanzen. Und, was am wichtigsten war, selbstbeherrscht zu leben, kein Geld zu verschwenden, nur im Rahmen des Einkommens Geld auszugeben, weder Zeit noch andere Ressourcen zu vergeuden, anderer Menschen Leben nicht zu zerstören, usw. Die tiefe religiöse Motivation war die treibende Kraft für sie.

Aber die Mädchen wurden auch nicht ignoriert. Das weibliche Kloster Miesce Piastowe, geführt von Mutter Anna Kaworek, betreute sie in analoger Weise im Sinne von Pater Bronis³aw.

Diese berühmten Persönlichkeiten des letzten Jahrhunderts waren Inspiration für die Teilnehmer der diesjährigen Hochzeit der Hochzeiten. Zuerst wurden sie zu einer feierlichen Sitzung des Kreisrates eingeladen.Der Vorsitzende des Kreisrates von Krosno sprach über Vergangenheit und Gegenwart der Region. Er erwähnte die namhaften Polen, die hier gelebt und gewirkt haben, darunter die Chemiker Bruder £ukasiewicz, die in Polen Erdölindustrie geschaffen haben, und der Dichter Fredro, der heilige Bischof Pelczar und der heilige Jan von Dukla. Er veranschaulichte die dramatischen Folgen des EU-Beitritts, durch den zehn Hauptindustriezweige vom Boden gefegt worden sind. Geblieben ist nur die Katholische Kirche, welche die Region zusammenhält und Hoffnung spendet, und die Kurorte, die allerdings wegen des Untergangs der Industrie schwach besucht werden, weil durch ausgefallenes Einkommen Zufahrtsstrassen nicht gebaut werden können. Geladene Gäste, darunter die Senator der Republik Polen, haben davon gesprochen, wie sehr sie die Ehepaare, die alkoholfreie Hochzeiten hatten, bewundern und die Hoffnung für die Zukunft setzen. Selbst der leider verunglückte Präsident der Republik Polen wollte dem Treffen in Miejsce Piastowe beiwohnen, um Kraft für weitere Arbeit zu schöpfen. Pater Z¹zel, Seelsorger des Treffens, hat seine Rede mit der einfachen, doch heute so oft angefochtenen Wahrheit begonnen, die er in der Góralensprache vorsang, dass nämlich uns hier nicht gegeben hätte, wenn es nicht die Hochzeit wäre. Die Frage beantwortend, warum die Leute jedes Jahr zur Hochzeit der Hochzeiten anreisen, sagte er, dass wenn man einmal guten Leuten begegnet ist, will mal sie immer wieder treffen. Er bedankte sich bei den Sponsoren des Treffens, unter denen auch der verstorbene Präsident Polens war, und hat alle angespornt, mit einer Schweigeminute die Opfer der Smoleñsk-Katastrophe zu gedenken und für ihre Seelen zu beten. Danach ging er zum eigentlichen Vortrag über, wobei er zunächst darauf hingewiesen hat, dass Ergebnisse der Sportler, die unter dem Einfluss von Doping-Mitteln erzielt werden, für null und nichtig erklärt werden.Null und nichtig ist auch der Gatte, der Alkohol trinkt. Ein Säufer wird oftmals für einen lustigen Menschen gehalten, aber die Folgen des Trinkens können tragisch sein, nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für seine Umgebung.Er erzählte die Geschichte einer Feuermeldung bei der Feuerwehr. Die Feuerwehrleute hatten gerade eine feucht-fröhliche Veranstaltung. Und sie antworteten dem Anrufer: „Passt auf das Feuer auf, dass es nicht von selbst erlischt. Wir kommen gleich, sobald wir den Durst löschen“. Er bezeichnete den Alkohol als die „fünfte Gewalt“ (die Medien sind ja bekanntlich die vierte). Er machte dabei darauf aufmerksam, dass es sicht um eine teuflische Gewalt handelt. Er schwächt unter anderem den Ehebund. Denn welche Frau möchte mit einem Mann ins bett gehen, der von erbrechen schmutzig ist.Ohne Nüchternheit gibt es keine Heiligkeit. Ohne Heiligkeit gibt es keine Nüchternheit. Zum Schluss hat er die Mitglieder des Rates aufgefordert, keine Angst zu haben, Abstinenzler zu werden.

Neben dieser öffentlichen Diskussion gab es interessante Vorträge zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Der bekannte Menschenrechtler Dr.-Ing. Antoni Ziêba sprach über das Grundrecht auf Leben und wies darauf hin, wie wichtig wahre Information im Leben der Gesellschaft ist. Alle Argumente der Abtreiber hat er als falsch erwiesen anhand von Daten, die öffentlich zwar zugänglich sind, aber nie in den richtigen Zusammenhang gebracht werden. Er verwies auf das Wachstum des Bewusstseins der polnischen Gesellschaft, auch wenn Medien eine prinzipielle Informationssperre über alle negativen Folgen der Kinderschlachtung verhängen. Zum Beispiel sprach er über eine amerikanische Studie an einer Probe von 11.000 Frauen, wo man Effizienz der Verhütung prüfte. In der Gruppe armer junger Frauen, die im Konkubinat leben, wurden 75% schwanger binnen eines Jahres der Verwendung von Kondomen. Diese Information ist kaum bekannt, aber sie veranschaulicht dass es eine Lüge ist, dass Verhütung ein „Heilmittel“ gegen Abtreibung sei. Es kamen noch viele andere Beispiele.

Der namhafte Theologe und PhilosophPater Leon Knabithat auf die Bedrohung der zivilisation durch gottlose Weltwirtschaft.Die Gottlosen richten sich nicht nur gegen Gott sondern auch in Konsequenz gegen die Menschen. Denn der Mensch wird nicht mehr als Krönung der Schöpfung verstanden und deshalb werden seine Bedürfnisse nicht als wichtig für die Planung der industriellen Entwicklung angesehen. Der Mensch braucht schöpferiche Arbeit,aber die Gottlosen schließlen Arbeitsplätze, wo sch¨pferisch gearbeitet wird, z.B. die polnischen Werften, weil für sie nicht der Mensch sondern eigene Bereicherung wichtig ist.

man könnte fragen, ob es wirklich Themen für eine Hochzeit sind.Die Antwort lautet: ja. wenn Polen zusammenkommen,reden sie über Gott und die Welt,Politik und Kultur, Sport und Wirtschaft,Film, Theater und Kriminalität, einfach über alles, was den Menschen betrifft.

Alle Debatten wurden durch die Einsicht des Seligen Bronis³aw befruchtet, daß "der Stand der Nation von Morgen von unseren Anstrengungen abhänget, Jugendliche heute zu erziehen"

Aber an Gesang und tanz mangelt es auch nicht. Spezielle Kurse für gute Unterhaltung für die Kinder der Teilnehmer wurden von den Mönchen aus dem Kloster Miejsce Piastowe angeboten. Sie bestanden aus einer theoretischen Einleitung in Form von Vorträgen und praktischen Übungen.

Folk-und Pop-Künstler und Musikgruppen sorgten für Unterhaltung. Sechs Volksensamles zeigten die regionale Kultur:nicht nur in Form von Tanz und Gesang, nicht nur die bunten Trachten, sondern auch regionale Speisen, deren Namen man gar nicht merken konnte, aber den Geschmack schon.Zwei Judendbands erfreuten die jungen Teilnehmer,nicht nur mit den vielen Dezibellen sondern auch mit gut durchdachten Texten.

Das geistige Angebot war ebenfalls überwältigend.

Es gab Wallfahrten zu Heiligtümern der großen polnischen Heiligen: des heiligen Jan von Dukla, des heiligen Bischof Sebastian Pelczar, des seligen Bronislaw Markiewicz und der Dienerin Gottes Anna Kaworek. Sechs Bischöfe aus Polen und dem Ausland haben Teilname an der Veranstaltung zugesagt.Jeden tag gab es ein Pontifikalamt mit einer aktuellen Predigt.Der Bischof von £om¿averwies auf die trügerische Freiheit, die von den Liberalen verkündet wird.Wenn die jungen Leute ohne Trauung zusammenleben,begrüßen es die liberalen Eltern.wenn sie aber eine alkoholfreie Hochzeit haben wollen,dann ist mit der Freiheit sofort Schluß. sie hören von den liberalen Eltern ein entschiedenes Nein.Liberalismus sei also Freiheit fürs Böseund Verbot des Guten.Der Weihbischof aus £owicz nannte die Ehepaare, die alkoholfreie Hochzeit hatten, Blüte der polnischen Gesellschaft. Der Erzbischof von Przemyœl betonnte, daß die Hochzeit der Hochzeiten Fortsetzung des Werkes von dem seligen Bronis³aw Markiewicz sei.Der Bischof von Rzeszów sagte, daß ehepaare, die alkoholfreie Hochzeit hatten, die Hoffnung auf bessere Zukunft Polens seien.Der Weihbischof aus Przemyœl ermahnte, daß man einen Widerstand gegen die Spaßgesellschaft leisten muß und sich der Suche nach Reichtum und billiger Vergnügung nicht mitreißen darf, sondern Gott dienen soll.Der Erzbischof von Koszyce (Slowakei) las am Sonnabend eine Messe auf Polnisch. Während dieses Pontifikalamts segneten sie jedes Ehepaar und jede Familie.

Und natürlich fand die traditionelle nicht-alkoholische Hochzeitsfeier statt.Die Musterhochzeit verdient vielleicht mehr Aufmerksamkeit. Von der Kirche bis zur Schule, wo gefeiert wurde, begleitete die Hochzeitsgäste ein Orchester, welches zuvor während der feierlichen Messe spielte. Zwei Polizeiwagen sorgten für die Sicherheit des Hochzeitzuges. Wir versammelten uns n dem Gymnastikraum, wo der Hochzeitvorsteher eine kurze Rede hielt und danach Scheiben des Brotes unter den Gästen verteilte, welches zuvor in der Kirche von den Bischöfen gesegnet worden ist. Das Brot trug übrigens die Inschrift „Hochzeit der Hochzeiten, Miejsce Piastowe 2010“. Dann wurde eine Weile getanzt, bis das Mahl von den Kellnerinnen aufgetragen worden ist. Die Tische standen in den Gängen im Erdgeschoss der Schule. Nach der ersten Mahlzeit kam die Zeit für eine große Polonaise. Der altpolnische Hoftanz Polonaise unterscheidet sich prinzipiell musikalisch von dem, was in Deutschland meist unter einer Polonaise verstanden wird. Eine Reihe namhafter Komponisten schufen Musik für diesen Tanz. Heutzutage ist wohl die Polonaise aus dem Film „Pan Tadeusz“ am berühmtesten, obwohl die Polonaise von Oginski, die Warschauer Polonäse und andere getanzt werden. Wir hatten eine Art Mischung von allen. Nach der Polonäse kam die Zeit für die modernen Tänze. Life-Musik und professionelle Animateure schufen eine einzigartige Atmosphäre.Es gab den romantischen Kerzen-Walzer (oder Licht-Walzer, bei dem das tanzende Paar eine Kerze zusammen hält). , der besonders von der jungen Generation geliebt wird. Lokale Küche der Region Podkarpacie hat sicherlich jeden Feinschmecker Freude gemacht. Darunter auch die alkoholfreie Hochzeittorte, die gegen Mittenacht serviert worden ist.Um 4 Uhr morgens wollten die Musiker schlafen gehen. Die Jugend bedauerte es sehr, denn sie wollte weiter feiern.

Die vier Tage des Treffens haben wieder ein Beispiel gegeben, wie eine Hochzeit organisiert werden kann. Je nach verfügbarer Zeit und Ressourcen kann man einige oder viele der Ideen der Unterhaltung für Hochzeitsgäste aller Altersgruppen übernehmen. Selbst die Aristokraten des alten Polens wären stolz, wenn sie eine Hochzeit wie diese hätten organisieren können.


Erinnerungen an die Hochzeit der Hochzeiten in Radom

17. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2011

Radom (Polen), 28-31.7.2011

In welchem Programm kann man über 50 Stunden guter Nachrichten von und über Polen finden? In Programm des Polnischen Nationalen Treffens der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten Hochzeit der Hochzeiten 2011 Radom

Die erste gute Nachricht: Die Polen unterhalten sich ausgezeichnet ohne Alkohol in allen Ecken Polens. Nicht überraschend, wenn anstelle der Vergeudung des Geldes für Alkohol, das Orchester großzügiger besoldet wird oder die Tische reicher mit Speise und Trank versorgt werden.

Und Hochzeit Wesel Radom 2011 umfasste nicht nur die Zeugnisse der Ehepaare über ihre wunderbaren Hochzeiten sondern auch Tanz, Gebet, Besuch der Stadt und des Freilichtmuseums und viele andere Attraktionen.

Kurz gesagt eine Hochzeit, um die uns auch die Könige und Fürsten beneiden könnten. Vielen Dank den Veranstaltern.

Die Hochzeit der Hochzeiten schafft die Gelegenheit, die Volkskultur greifbar zu erleben.

Am ersten Tag des Treffens traten zwei Volksensembles aus der Gegend von Radom auf. Die Musik und der Gesang war ein Vergnügen für die Ohren, der Tanz für die Augen. Aber es gab auch Speise für den Geist – die Texte der Lieder lieferten viel Stoff fürs Nachdenken.

Dann am Freitag, wie es auf dem Foto zu sehen ist, haben die Teilenehmer ein Freilichtmuseum der Dorfarchitektur besichtigt. Nicht nur die Kunst der Dorfbewohner, sondern auch ihre technischen Errungenschaften waren beeindruckend. Besonders wenn man noch dazu bedenkt, daß die Leute keine Hochschulbildung hatten.

Und während des Hochzeitsballs am Samstag musizierten für uns Górale.

Es macht schon nachdenklich, warum die Volkskultur den Teilnehmern so gefällt. Eine jede Kultur ist eine Instanz der jeweiligen Zivilisation, ist also eine Form der Organisation des gemeinschaftlichen Lebens und umfaßt all die materiellen und geistlichen Errungenschaften der Gemeinschaft, die ihrem Bestehen und ihrer Entwicklung dienen. Innerhalb der meisten Zivilisationen unterscheidet man Hochkultur, Massenkultur und die Volkskultur. Die Hochkultur wird von Künstlern für die Machteigen im Auftrag der Machteigen geschaffen. Die Massenkulturkultur wird von weniger anspruchsvollen Künstlern für die Volksmassen im Auftrag der Machteigen geschaffen. Und die Volkskultur wird vom Volke für das Volk geschaffen, steht also den Bedürfnissen des Volkes am nächsten.

Die alkoholfreien Hochzeiten sind in diesem Sinne Produkte der Volkskultur. Eine alkoholfreie Hochzeit wird von den Menschen für ihre eigenen Bedürfnisse veranstaltet. Darum mögen sie die Geschäftsleute nicht, weil man da keine billigen Gewinne machen kann. Die alkoholfreien Hochzeiten bauen Freundschaften unter den Teilnehmern auf, also dienen sie der Organisation der Gesellschaft.

Jedes vierte Kind in Polen lebt unter der Armutsgrenze. Es fehlen Gelder für Altersrenten im Staatshaushalt. Es wächst der Schuldenberg des öffentlichen Gesundheitswesens. Auf den Gleisen und auf den Straßen sind fast ausschließlich Schrottfahrzeuge zu sehen.

Zur gleichen Zeit belaufen sich jährliche Kosten des Alkoholkonsums in Polen auf 250 Milliarden Zloty, das heißt auf etwa 80% des Staatshaushalts oder 400% des jährlichen Anstiegs der Staatverschuldung. Hätte man also allen trinkenden Familien die Steuern um 100% angehoben, hätten sie keinen Lebensniveauverlust erlitten, wenn sie nur aufgehört hätten zu trinken.

Demzufolge dient die Verbreitung des alkoholfreien Lebensstils der Senkung der Belastungen des Staatshaushalts, der Ankurbelung der Wirtschaft, dem Anstieg der allgemeinen Kultur und freilich auch der Gesundheit, der Zufriedenheit und dem Wohlstand der ganzen Gesellschaft.

Darum ist es nicht verwunderlich, daß das diesjährige Treffen mit einer festlichen Sitzung des Rates der Stadt Radom angefangen hat, zu der neben der Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten auf Vertreter der Polizei und der benachbarten Kreise und Gemeinden eingeladen waren. Die Stadtväter von Radom nicht nur begrüßten die Initiative der Hochzeit der Hochzeiten sondern auch vertreten das alkoholfreie Lebensstil persönlich, was sie öffentlich bezeugt haben.

Nach der Sitzung und einem Begrüßungsempfang gab es einen Vortrag eines Dozenten der hiesigen Technischen Universität, der über die Rolle der Familie in der Gesellschaft besonders bei der Verbreitung des nüchternen Lebensstils sprach.

Danach während eines Pontifikalamts hießen die örtlichen Bischöfe die Teilnehmer des Treffens offiziell willkommen. Zu der Messe kamen auch die Volkskünstler, die nachfolgend die lokale Kultur im Gesang, Tanz und Speisen uns vorgestellt haben, was wir bereits erwähnten.

Mit einem Abendgebet ging der erste Tag des Treffens zu Ende. Die Fotos von Donnerstag sind hier zu sehen.

Am Freitag am frühen Morgen begaben wir uns in das bereits erwähnte Freilichtmuseum des Radomer Dorfes. Keiner hat eine mehr verfehlte Vorstellung von der Volkskultur als derjenige, der darunter etwas Primitives versteht. Davon konnten sich die Jugendlichen überzeugen, die die Arbeit eines Töpfers oder einer Stickerin nachahmen wollten. Das Kinderprogramm des Museums war übrigens für die jungen Teilnehmer ausbesserst interessant. Die Eltern konnten unterdessen die Baukunst, Bildhauerei, Schnitzerei und andere Produkte der Volkskultur bewundern. Besonders beeindruckend waren die Altare einer uralten Holzkirche. Man hatte den Eindruck, daß diese aus Marmor gefertigt waren. Dabei waren sie einfach aus dem Kieferholz. Die aufwendige Handwerkerarbeit und Bemalen erweckten diese merkwürdige Illusion. Diese Holzkirche ist zu einem beliebten Ort der Trauungen heutzutage geworden. Für technisch interessierte gab es auch in den Windmühlen viel zu bewundern. Nachdenklich wurden wir beim Vergleich einer Bauernhütte mit dem Hühnerstahl einer aristokratischen Familie.

Die Besichtigung gab uns noch mehr Denkanstöße. Die Volkskultur entwickelte sich ja nur in den Dörfern und nicht etwa in den Städten, bei den Arbeitern. Die letzten mussten ja vor hundert Jahren eine sklavenartige Arbeit für die Ausbeuter leisten, sodass sie weder Zeit noch Geisteskraft hatten, selbstständige Kultur zu entwickeln. Die Bauern mussten doch unter besseren Bedingungen leben.

Hin und zurück wanderte die Hochzeitgesellschaft mit Musik und Gesang. Hin gingen wir durch die Stadt und auf dem Rückweg zogen wir durch einen Wald, der sich langsam in eine Einfamilienschlosssiedlung verwandelte. Es war nicht irgendein Gesang sondern meist religiöse Lieder. Beim Beobachten der Realität um uns herum wird es nämlich klar, dass eine schöpferische Kraft mit einem tiefen religiösen Leben eng verbunden ist. Ohne den Glauben gäbe es keine Volkskultur.

Am Nachmittag hatten wir wieder einen interessanten Vortrag, diesmal von einem Dozenten der Technischen Universität Poznañ. Er sprach über die Hauptgründe für Probleme in der Ehe. Der erste Grund für Ehekrisen ist ein Missverständnis des Begriffs der Liebe. Der zweite das mangelnde Wissen über die Unterschiede zwischen Mann und Frau. Daraus ergibt sich das Problem der Nichtbefriedigung der emotionalen Bedürfnisse des Gatten: er macht ihr Komplimenten in der Art „Wie stark und groß du bist“ und sie ihm: „Was für schönes Haar du hast“ und beide verfehlen das Ziel trotz des guten Willens. Weiter fehlt den Leuten Ausbildung, wie man miteinander spricht. Schließlich muss man auch die Schwiegereltern akzeptieren, denn sonst ergeben sich Probleme. All diese Probleme haben wir unter anderem dem Bildungswesen zu verdanken, das den Aufgaben nicht gewachsen ist und sogar den Schaden vergrößert, indem es von „Gleichberechtigung“ spricht und damit Egalitarismus meint.

Die Abendmesse wurde von einem Bischof aus £om¿a gelesen. In der Predigt machte er auf die Verlogenheit der heutigen Medienpropaganda aufmerksam. Man versucht, der Kirche in allen Bereichen Ignoranz der Forschungsergebnisse empirischer Wissenschaften zu unterstellen. Wenn es aber um die Wirkung des Alkohols geht, bleiben die Medienbosse für Forschungsergebnisse blind und taub und ein offenes Ohr haben nur für Werbeangebote und -geld. Die sonst so beliebte Gesundheit der Leser und Zuhörer wird ihnen sofort gleichgültig.

Am Abend gab es ein Gospel-Konzert. Gospel ist die Musik der schwarzen Sklaven in Nordamerika im 19. Jahrhundert. Die Sklaven hatte doch bessere Lebensbedingungen als die ausgebeuteten Arbeiter in Europa, wenn sie eigenständige Kultur entfalten konnten.

Zum Abschluss des Tagen beteten wir während eines Kreuzwegs zusammen mit den örtlichen Rittern des Columbus. Die Fotos von Freitag sind hier zu sehen.

Am Samstag stand der Hochzeitsball auf dem Programm. Aber am Vormittag besichtigten wir noch die Stadt Radom selbst. Die Geschichte der Stadt war engstens mit den Hauptereignissen der Geschichte Polens eng verflochten. Wir lernten die Lebensgeschichten der berühmten polnischen Maler, die mit Radom verbunden waren, kennen. Und wir bewunderten die Denkmäler, die Kirchen, Stadtmauern und andere Bauwerke der Stadt. Besonders traurig waren die Geschichten der Kirchen der Stadt, die von Besatzern oftmals in Irrenhäuser oder Gefängnisse umwandelt wurden. Wohl zum Hohn, denn sie waren doch Orte der Bildung und der geistigen Befreiung der Stadtbewohner.

Gegen Mittag hatten wir ein Treffen mit dem Musikanten aus der berühmten Rockgruppe Skaldowie. Für alkoholfreie Hochzeiten spielt er umsonst, weil er einer Einladung zur alkoholfreien Hochzeit seine Bekehrung zum katholischen Glauben verdankt.

Der Nachmittag war für Vorbereitung auf den Ball gewidmet. Endlich erschienen die Frauen in Abendkleidern in der Kapelle, wo die Messe nach dem Trauungsritus gefeiert wurde. Der Bischof von Radom segnete jedes Ehepaar. Nach der Messen begaben sich alle in den Festsaal, wo mit dem uralten polnischen Tanz, der Polonaise, die Ballnacht begann. Wie eine polnische Hochzeit aussieht, weiß ja jeder. Hier wurde allerdings Alkohol nicht getrunken und deshalb konnten sich die Leute echt amüsieren. Doch musste man keineswegs dursten. Das Angebot an verschiedenen alkoholfreien Getränken war geradezu überwältigend. Speisen aus der regionalen und der nationalen Küche , heiß und kalt, verwöhnten den Magen und die Zunge. Volksmusik des Hochgebirges und die moderne Musik aus dem Computer des D.J., der dabei die meisten Stücke selbst gesungen hat, sorgen für die Tanzgelegenheit. Ein in Radom geborener Kabarettist sprach mit den Stimmen der bekanntesten Politiker (der lebendigen und der toten) und der Schauspieler. Weiber hat er dabei auch nachgeahmt.

Um vier am Sonntag machte der D.J. Schluss, sodass alle schlafen gehen mussten. Die Fotos von Sonnabend sind hier zu sehen.

Der Sonntag war ein Abschiedstag. Der Altbischof von Radom gab uns als ein geistiger Wegweiser die Worte Christi: „Ihr sollt ihnen zu essen geben“. In der Tat, wenn die Mission der Hochzeit der Hochzeiten erfolgreich ist, wird in Polen kein Kind mehr hungern. Noch ein paar Fotos zum Abschluss, ein paar Erinnerungen, wie die alkoholfreien Hochzeiten der einzelnen Teilnehmer ausgesehen hatten, und einige Gedanken, was man künftig machen kann, um die Volkskultur in Polen aus das Niveau des nüchternen Lebensstils heben kann. Es gibt schon viele Initiativen, weitere werden in Betracht genommen. Schon 10% der Hochzeiten sind alkoholfrei in Polen. Doch es bleibt noch viel Raum für unsere Arbeit.

Die Fotos von Sonntag sind hier zu sehen.


Einladung nach Kraków zur Hochzeit der Hochzeiten

18. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2012

Kraków (Polen), 2.8.-5.8.2012

Wir bedanken uns bein allen Ehepaaren, die ihre Hochzeiten ohne Alkohol feierten, und die nach Kraków (Polen) am 2.8.-5.8.2012 zum 18 . Nationalen Treffen "Hochzeit der Hochzeiten" (auf Polnisch "Wesele Wesel") einreisten.

Warum gerade nach Kraków? Es gibt einen guten Grund dafür.

Es gibt ja ein Sprichwort: Mein Haus ist meine Festung. Als vor Jahren wir die Nachricht hörten, daß einige britische Studenten sich gesunde Beine abschneiden ließen, dachten wir, da drehten welche durch. Als aber wir vom polnischen Studenten hörten, der sein Gehirn zerstören wollte, damit er mehr von der Vorlesung vergesse, da merkten wir, es ist eine Epidemie. Die Epidemie des Postmodernismus, der es verbietet, Gutes vom Bösen zu unterscheiden. Er sickert aus den Bildschirmen in unsere Wohnungen hinein, lauert auf unsere Kinder in den Schulbüchern. In der Zeit des Postmodernismus ist es wirklich nötig, die Häuser in Festungen umzugestalten.

Die majestätischen Mauern des königlichen Schlosses zu Kraków wirken in dieser verwirrenden Zeit wie ein Symbol des Bestands und der Stabilität. Die Gräber der Könige und Fürsten sind ein Zeichen der Kontinuität, die sich der Verrücktheit verschiedener häretischer Strömungen widersetzt hat. Die zahlreichen Kirchen der Stadt weisen darauf hin, daß diese Standhaftigkeit dem festen Glauben zu verdanken ist. In der modernen Zeit wurde Kraków Zeuge der Offenbarung des Gottes, der ein barmherziger Herrscher ist. Man muß nur die Basilika zu £agiewniki besichtigen. Hier begann der Weltkreuzzug des Gebets für Ungeborene Kinder. Die Kunde von der Barmherzigkeit Gottes und das Evangelium des Lebens waren wichtige Anliegen des einstigen Erzbischofs von Kraków, des Seligen Papstes Johannes Paul dem Zweiten. Seine nächste Priorität war die Nüchternheit der Menschen.

Gerade Kraków ist auf der Landkarte der großen polnischen Städte als eine Hochburg der Abstinenz anzusehen. Über 16% der Einwohner gaben bei einer Umfrage in 2011 zu, Abstinenzler zu sein. Sie bevorzugen familiäre Unterhaltung und gemeinsame Spaziergänge in der Freizeit. Alkoholfreie Hochzeiten sind hier keine Seltenheit.

Die Tradition der Abstinenz ist wohl auf das exzellente Beispiel des im 14.-15. Jahrhundert lebenden großen polnischen Königs W³adys³aw Jagie³³o zurückzuführen. Zwar beklagte Ende des 16. Jahrhunderts der Pater Piotr Skarga, daß die Sitte des Wassertrinkens verschwindet und sich die junge Generation dem Trinken des Biers und des Weins zuwendet, aber die komplizierte Geschichte Polens hat wieder den Geist der Abstinenz im 20. Jahrhundert geweckt.

Die alkoholfreien Ehepaare kamen also nach Kraków, um zu feiern, weil sie erstens einen Grund zum Feiern haben - ihre Häuser sind standhafte Festungen - und zweitens um hier viele gleichgesinnte Leute zu treffen. Man hat die ganze Nacht getanzt, tagsüber hat man die wunderschöne Stadt besichtigt, um die Denkmäler, Museen und historische Gebäude zu bewundern. Fans der Volksmusik kamen auch auf ihre Kosten kommen. Genauso diejenigen, die sich besonders für die Geschichte Polens interessieren. Und ohne Zweifel konnte man hier seinen katholischen Glauben in dieser Stadt der Dutzenden von Heiligen stärken.

Aber eben der Reihe nach. Um die Bedeutung dieses weltweit durch das TV Odnowa direkt übertragenen Ereignisses zu verstehen, muß man sich ruhig im Sessel setzen und zurücklehnen.

Nicht wenige, auch die anwesenden Journalisten, fragen: "Alkoholfreie Hochzeiten? In Polen???". Na eben. In Polen trinken die Leute am wenigsten in ganz EU. Etwa 40% der erwachsenen Bevölkerung kauft Alkohol seltener als einmal in anderthalb Jahren. So darf man sich gar nicht wundern, daß unzählige junge Leute eben ohne Alkohol ihre Hochzeiten feiern wollen. Warum sind sie dennoch so selten? Das ist eben die Frage der Einschüchterung. Wir erwähnten bereits die Ergebnisse einer Umfrage, wonach 16% der Erwachsenen in Kraków zugeben, Abstinenzler zu sein. Zugeben? Es gibt also auch Abstinenzler, die Angst haben, es zuzugeben, daß sie Abstinenzler sind. Wir leben in einer Zeit, wo Leute damit prunken, daß sie sich besoffen haben und umherkotzten, aber andere, die nicht trinken, es verheimlichen müssen.

Die Botschaft von Hochzeit der Hochzeiten in diesen Tagen lautet: Mensch, hab keine Angst. Du bist nicht der einzige Abstinenzler der Welt. Du bist nicht der Einzige, der seine Hochzeit bei Verstand gefeiert hat. Diese Botschaft braucht die Gesellschaft dringend. Das 21. Jahrhundert braucht gerade Leute, die von ihrem Verstand Gebrauch machen. Falls man die völlig ausrottet, werden wir in die Steinzeit versetzt.

Die Schirmherrschaft über das Treffen übernahmen der Erzbischof von Kraków, der Marschall der Provinz Ma³opolska und der Rektor der Technischen Universität Kraków. Die Teilnehmer von außerhalb von Kraków übernachteten im Studentenheim der Technischen Universität. Gleich neben an gab es eine Gaststätte Open Source, in der gespeist und dann am Samstag getanzt wurde. Auch in der Nähe gab es die Hörsäle, wo die Vorträge für Erwachsene und Jugendliche gehalten wurden.

Am Donnerstag begann die Veranstaltung zuerst mit einem Tanzunterricht, der von einem in Polen sehr berühmten Hochzeittanzleiter Hojna durchgeführt wurde. Um 18.00 im Stadtbezirk Mistrzejowice wurde vom Weihbischof Ryœ eine Messe für die Teilnehmer gelesen.

Danach hatten alle Familien die Gelegenheit, sich vorzustellen und einander kennenzulernen.

Am Freitag gingen dann die Vorträge los. Die Eltern wurden von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität Ignatianum über neuste Ergebnisse der Forschung zur Wichtigkeit der Liebe der Eheleute für die Entwicklung der Kinder informiert. Es erweist sich, daß die Scheidung der Eltern ein viel größeres Trauma für ein Kind ist als deren Tod. Die Jugendlichen wurden über die Wichtigkeit der Keuschheit unterrichtet. Sie wurden vor den Herstellern der Verhütungsmittel gewarnt, die skrupellos die wirkliche Wirkung ihrer Produkte, oftmals Kinder umbringende Wirkung, verharmlosen oder verschweigen. Auch auf durch sie herbeigeführtes Risiko von sexuell übertragenen Seuchen und deren zum Tode führenden Verlauf wurde hingewiesen.

Nachmittag galt der Besichtigung von £agiewniki.

Es gibt zwei wichtige Heiligtümer der Neuzeit: das Johannes-Paul-II-Zentrum und die Basilika der Barmherzigkeit Gottes. In beiden Kirchen haben wir Barmherzigkeitsrosenkranz gebetet. Das noch im Bau befindliche JPII-Zentrum soll in Zukunft das Lebenswerk des seligen Papstes den Menschen näher bringen. Zur Zeit kann man in einer Kapelle Szenen aus dem Leben des Papstes auf Gemälden sehen.

In der Basilika der Barmherzigkeit Gottes wurde für uns eine Messe gelesen. Der Direktor der Abteilung für Familienseelsorge des Erzbistums Krakau hat während seiner Predigt die erste wichtige Botschaft in die Welt gesandt: die Hochzeit der Hochzeiten ist eine Arche, die die Menschen aus der Sintflut des Alkohols in Polen retten soll.

Nach der Messe hörten wir ein Konzert der Jugend-Band "zaNim".

Am Vormittag am Sonnabend konnten wir wieder interessante Vorlesungen hören. Diesmal war es wirklich ernst. Der Priester, der ein Spezialist auf dem Gebiet der seelischen Heilung ist, erzählte über sichtbare Zeichen der Anwesenheit des Teufels in der modernen Gesellschaft. Die Grausamkeit des zweiten Weltkrieges sowie des kommunistischen Systems sind keineswegs zufällige Erscheinungen und sind tief in den anti-christlichen Ideologien der Vergangenheit verwurzelt, was an Parallelen zwischen der französischen Revolution und den nazisozialistischen sowie bolschewisozialistischen Verbrechen deutlich zu sehen ist. Deshalb ist es die Aufgabe der Eltern, die Kinder vor dem Satanismus zu schützen, damit wir keine Wiederholung jener Zeit durchmachen müssen. Leben aus den Sakramenten, besonders der Buße, wird wärmstens empfohlen.

Am Nachmittag kommt der Höhepunkt des Treffens.

Wir fahren in die Krakauer Altstadt. Dort findet ein Marsch der Hochzeit der Hochzeiten für Nüchternheit statt. Wir formieren einen Hochzeitszug mit einer Górale-Kapelle an der Spitze. Viele der Hochzeitgäste sind in Volkstrachten des Hochgebirge und der Krakauer Region gekleidet. Die restlichen Gäste tragen Anzüge bzw. Abendkleider. Der Umzug sorgt für allgemeine Aufregung. Der Banner der alkoholfreien Hochzeiten stimmt die Zuschauer bedenklich. Viele schießen Photos, manche bitten um gemeinsame Photos mit Teilnehmern der Hochzeit der Hochzeiten. Für eine kurze Zeit gehen wir zum Gebet in der Marien-Basilika auf Altmarkt (Barmherzigkeitsrosenkranz) und dann marschieren wir den Königsweg entlang in Richtung des königlichen Schlosses auf dem Wawel-Berg. Kardinal Dziwisz, der Erzbischof von Kraków liest eine Messe für uns. Er verkündet die zweite Botschaft über Hochzeit der Hochzeiten: Alkoholfreie Hochzeiten sind eine Rettung vor dem Zerfall der Ehe und dessen grausamen Folgen.

Am Abend und in der Nacht wird dann prächtig gefeiert: getanzt und gegessen. Schlimmer noch (für Big Brother) - man redet miteinander. Man stelle sich vor: da kommen wildfremde Menschen aus verschiedenen Regionen des Landes und sagen einander alles, was in den offiziellen Nachrichten sorgfältig verschwiegen wird. Das war wohl ein wichtiger Grund, warum man gegenüber den alkoholfreien Hochzeiten immer so verdächtig war.

Der alkoholfreie Hochzeitsball wird von dem bereits erwähnten Tanzleiter Józef Hojna geführt. Die alkoholfreien Hochzeiten sind ein Grund dafür, dass dieser ausgestorbene Beruf des Tanzleiters (auf Polnisch Wodzirej) wieder ins Leben berufen worden ist. Herr Hojna hat die erste Schule für Tanzleiter nach dem zweiten Weltkrieg geschaffen (eine Ohrfeige für die revolutionären Sozialisten, die diesen Beruf als ein Relikt des Feudalismus betrachteten) und eine Tanzschule noch dazu.

Der erste Tanz war traditionsgemäß Polonez. Polonez ist ein altertümlicher polnischer aristokratischer Tanz (denke wieder an die armen Revolutionäre), der einen Tanzleiter braucht, weil die schreitenden Paare verschiedene Figuren auf dem Parkett synchron zu machen haben.

Dann kamen Walzer Krakowiaks und andere, auch moderne Tänze.Wer diesen oder jenen Tanz nicht kannte, brauchte sich keine Sorgen zu machen. Der Tanzleiter war immer behilflich bei der Einleitung in die besonderen Tanzschritte.

Die Direktübertragung im Internet-Fernsehen war auch ein Anlaß für die Journalisten, den Anwesenden Fragen zu stellen. Und zwar die Standardfrage bei diesen Treffen: Warum eine Hochzeit ohne Alkohol? Was soll man dazu sagen? Der Alkohol verdirbt den Geschmack der Speisen, die bei einer Hochzeit meist auserlesen sind, stört bei den Gesprächen unter den Verwandten und versaut den Spaß am Tanzen, da man gerade darauf bedacht ist, seine Geschicklichkeit zu zeigen. Der Krakowiak ist da besonders anspruchsvoll, ebenso der Polonez. Warum machen die Leute dann überhaupt Hochzeiten mit Alkohol? Das ist eigentlich die Frage, die man stellen sollte. Die Journalisten lernen die Welt kennen, an die sie nie gedacht haben.

Man tanzte bis um 5 Uhr morgens. Dann war die Arbeitszeit des Tanzleiters um. Es war auch gut so, denn um 11.00 war die Heilige Messe für die Teilnehmer angesagt.

Während der Abschiedsmesse, die am Sonntag vom Prälat Z¹zel gelesen wird, kommt die dritte Botschaft: die Eheleute, die alkoholfrei ihre Hochzeiten feierten, sind die echte Elite der Kirche und der Nation.

Am Nachmittag gibt es Gelegenheit, verschiedene Museen der Stadt zu besichtigen. Museumsführer stehen gern zur Verfügung.


zur Hochzeit der Hochzeiten in Wieleñ Zaobrzañski

19. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2013

Wieleñ Zaobrzañski (Polen), 4.7.-7.7.2013

Zur Einleitung

Wieleñ Zaobrzañski ist eine kleine Kurortschaft an dem Marianischen See im Westen Polens. Sie liegt zwischen Poznañ im Osten und Œwiebodzin im Westen, Wolsztyn im Norden und Leszno im Süden. Hier verläuft der Kajakenwasserweg der Convallarien (genannt so nach einer Insel, die mit lauter Convallarien bewachsen ist). Radfahrer sind hier auf zahlreichen Radwegen anzutreffen, die gern durch die wunderschönen Wälder des hiesigen Landschaftsschutzparks reisen.

Die Hauptattraktion der Ortschaft ist das Sanktuarium der Wielener Mutter Gottes - Zuflucht der Sünder. Mutter Gottes wird hier seit dem 14. Jahrhundert verehrt. Die Kirche ist von den Zisterziensern erbaut worden, die jedoch von Räubern aus Schlesien vertrieben worden sind.

Der hiesige Probst, Pater Marian Szymañski, zusammen mit dem Gemeinderat hat die Hochzeit der Hochzeiten zur Wallfahrt in das Wielener Sanktuarium eingeladen.

Das Treffen in Wielen in diesem Jahr wurde zu einer Sensation. Abertausende, die enthusiastisch sich fur alkoholfreie Hochzeiten ausgesprochen haben, trifft man nicht jeden Tag. Wie kam es dazu?

Donnerstag, den 4.7.2013

Am Donnerstag reisten Teilnehmer der diesjährigen Hochzeit der Hochzeiten an. Manche hatten sogar sechshundert Kilometer zuruckzulegen, um hierherzukommen. Alle wurdn von den Veranstaltern recht herzlich willkommengeheißen. Jeder Familie wurde u.a. Eine Figur der Gottesmutter von Wielen zur Begruüßung geschenkt, die vom hiesigen Probst gestiftet wurde.

Am Nachmittag kam das bestellte Jugendblasorkester zusammen mit dem Prälat Z¹zel mit einem Bus an. Gleich darauf kam der Bischof Antoni Pacyfik Dydycz (von Drohiczyn) zu einer Unterhaltung mit den Teilnehmern der Hochzeit der Hochzeiten. In einer kurzen Ansprache verwies er auf die Feindschaft gegenüber der Ehe und Familie, die ihre Quelle im Geiz der Kapitalisten zu suchen ist, die demokratidche Gesellschaften, wo den Arbeitsnehmern Menschenrechte zustehen, entvölkern wollen, während sie die Produktion in Länder mit billiger, unterbezahlter Arbeitskraft verlagern. Als ein Beweis für diese Absicht machte er aufmerksam auf die Tatsache, daß normalerweise Produktmarken unter gesetzlichen Schutz gestellt werden. Aber die Marke der gesellschaftlichen Produkte wie Ehe und Familie nicht geschützt werden. Wir gratulierten dem Bischof zum goldenen Jubiläum der Priesterweihe, während das Blasorchester schöne Volksmusik spielte.

Am Abend marschierten wir mit dem Orchester zum Sanktuarium, um an der Feldmesse teilzunehmen. Es war mitten in der sogennanten großen Nachlaßwoche zu Ehren der Heimsuchung der Heiligen Jungfrau Maria. Der Prediger des Tages sprach über die Rolle des Priesters im Leben der Menschen. Am Ende der Messe wandte sich der Prälat Zazel an die Feuerwehrleute, die an diesem Tag ihren Gebetstag hatten. Er überzeugt sie, daß ein Feuerwehrmann stets nüchtern sein muß, weil keiner weiß, wenn sein Einsatz erforderlich ist. Ein Mann, der. Vorr dem Feuer keine Angsst hat, sollte sich auch nicht fürchten, dem Alkohol nein zu sagen. Der allgemeine Applaus bestätigt, daß die anweesenden Feuerwehrleute und die übrigen Pilger mit der Feststellung des Paters Z¹zel absolut einverstanden sind. Wer hätte sich so. Etwas denken können, daß in Polen die Idee der Standesnüchternheit eine solche Zustimmung finden wird. Man kann. An dieser Stelle sagen, daß die Hochzeit der Hochzeiten. Einen Riesenerfolg verbuchte. Doch bald sollte sich zeigen, daß man viel mehr sehen wird.

Unterdessen spielte das Orchester noch einige Stücke in der Kirche und dann kehrten wir zu unserem Unterkunftsort, wo wir am Lagerfeuere Würstchen brateten, uns unterhielten und tanzten, um dann am späten Abend den Tag mit einem Gebet und Lobgesang abzuschließen.

Freitag, den 5.7.2013

Den Tag eröffnet gemeinsames Gebet im Speisesaal. Wir begeben uns in einen Vorlesungssaal, zu dem eine verlassene evangelische Kirche umgewandelt wurde. Ein Dozent aus Poznañ (außerordentlicher Professor Dr. Habil. Jacek Hadryœ, Dekan der Theologischen Fakultät der Adam Mickiewicz Universität in Poznañ) lehrt und, was es heißt wirklich zu glauben. Es heißt nicht nur, Gott zu kennen, Gott zu ehren, sondern auch ihm vertrauen, das heißt seine Gebote befolgen. Der zweite Redner, ebenfalls ein Universitätsprofessor (außerordentlicher Professor Dr. Habil. Andrzej Urbaniak von der Informatik-Fakultät der Technischen universita\ät Poznañ und der Päpstlichen Theologischen Universität) lehrte, wie man den Kindern den Glauben weitergeben kann. Vor allem kann man den Glauben erwst dann weitergeben, wenn man ihn selber hat.

Am Nachmittag findet eine Pressekonferenz statt. Den Jouralisten wird erläutert, warum man gerade in Polen alkoholfreie Hochzeiten fördern muß. Sie waren echt überrascht, daß man Alkoholiker nicht werden muß, um Abstinenzler zu sein.pater Zazel verweist darauf, dasß eine alkoholische Hochzeit jeder Bettler veranstalten kann. Aber sein Vater hat die Kinder ständig ermahnt:"befolgt das Beispiel der Bettler nicht. Auch wenn jederman um euch herum trinkt, ihr sollt nicht trinken."

Die Abendmesse ist den Kranken und Leidenden gewidmet.

Nach der Messe fand eine Vollversamplung unseres Vereins Statt.

Sonnabend, den 6.7.2013

Nach dem Frühstück fahren wir nach Obra, um ein Klosterkomplex zu besichtigen und sich ein Missionsmuseum anzuschauen.

Nach der Rückkehr gehen wir zum Pontifikalamt des Bischofs Zawitkowski. Er fragt uns, ob wir nur alte Bräuche oder auch den altertümlichen christlichen Glauben von den Müttern und Großmüttern übernommen haben. Wir erneuern den Trauungseid und werden mit Weihwasser gesprengt. Am Ende der Messe fragt urplötzlich der Prälat Zazel die anwesenden Pilger, die zu Nachlaßfeierlichkeiten gekommen sind: wollt ihr eure Hochzeiten ohne Alkohol feiern? Unter Jubel erheben Abertausende ihre Hände. Die kleine Schar der Ehepaare, die alkoholfreie Hochzeit hatten, ist von Tausendrn umkreist, die ebenfalls solche Hochzeiten haben wollen. Es ist kaum zu glauben. Es ist ein echtes Wunder. ja, wir sind schließlich an einem Wallfahrtsort, welcher für Wunder bekannt ist.

Der Nachmittag wird zum Badem, Schwimmen, Rudern und der Vorbereitung auf die Hochzeitfeier genutzt. Gegen 18 Uhr versammeln sich die festlich gekleideden alkoholfreien Familien, um einen alkoholfreien Hochzeitball zu feiern. Zuerst stellen sich alle vor und erzählen über ihre alkoholfreien Hochzeiten und Trauungen. Dann wird gegessen, es wurd ein Familienphotto gechossen und es beginnt die große Polonaise der Hochzeit der Hochzeiten. Es wird bis um drei am Morgen getanzt.

Sonntag, den 7.7.2013

Das Hochamt des Erzbischofs G¹decki krönt sowohl die Nachlaßfeierlichkeiten als auch die Hochzeit der Hochzeiten. Wie vor zweitausend Jahren die Jünger von Christus versandt wurden, um böse Geister auszutreiben, so werden auch die alkoholfreien Ehepaare heute gesandt, um zur Wachsamkeit und Nüchternheit aufzurufen, weil der Teufen umherkreist und schaut, wen er fressen kann.

Dorfbewohner stellen uns nach der Messe ein Zeugnis aus. Es sagt einer: um zu sagen, daß man nicht trinkt, muß man mutig sein. Der andere sagt: nein. Es ist nicht genug mutig zu sein. Man muß heldenhaft sein.

Diese Wertschätzung sollen wir im Gedächnis für immer behalten.

Schlußwort

Wie kommt es dazu, daß die nüchternste Nation Europas solche Veranstaltungen wie Hochzeit der Hochzeiten, also ein Treffen der Ehepaare, die alkoholfreie Hochzeiten hatten, macht, die die Kultur der Nüchternheit und den nüchternen Lebensstil popularisieren?

Die Antwort ist sicherlich nicht einfach, weil sie eben eine vielseitige und vielschichtige Erläuterung erfordert.

Zuerst muß man versuchen, zu erklären, warum Polen die nüchternste Nation Europas sind.

Vor allem muß man sagen, daß Polen eine nüchterne Nation waren, obgleich nicht immer. Man erinnere sich nur an die Schlacht von Grunwald, die dem polnischen Staat die Position der Weltmacht brachte. Die Amerikaner haben ihre Bostoner Tee-Party, als sie den britischen Tee in die See warfen, und die Polen haben ihre Grunwalder Wein-Party, als sie den deutschen Wein in den See gossen.

Nach dem Grunwalder Sieg sorgte Polen fast 300 Jahre lang für Recht und Ordnung in Europa, nachdem Polen während des Konstanzer Konzils eine neue Weltordnung auf der Grundlage des Katholischen Glaubens definiert hatte. Doch bedauerlicherweise hat der deutsche Schismatiker und Säufer Martin Luther mit seiner Irrlehre auch bedeutsame Teile des polnischen Adels angesteckt. Dies brachte Veränderung der Sitten, vor allem Unterdrückung der Bauern und die Trunkenheit. Und so fiel die einstige Großmacht und wurde Beute der Besatzungsmächte.

Aber viele Polen waren nicht blind und haben es richtig verstanden, was der Grund dieser Wandlung war. Und so arbeitete man an der Stärkung des Katholischen Glaubens und somit auch an der Restaurierung der nüchternen Sitten. Die Arbeit eines einzigen Priesters, Alojzy Ficek, machte 300 Vodka-Hersteller bankrott. Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit sank der Alkoholkonsum auf knapp 0,7 Liter pro Kopf.

Der zweite Weltkrieg wurde aber zu einer Sittenkatastrophe. Die Deutschen töteten fast alle Anführer der Abstinenzlerorganisationen. Nach dem Krieg verhafteten die Kommunisten jeden, der eine Abstinenzlerorganisation gründen wollte. Daraufhin beschlossen die polnischen Bischöfe, daß alle Katholiken alkoholfreie Hochzeiten haben sollen. Doch das Medienmonopol der Kommunisten machte es unmöglich, daß man davon erfährt. Und trotzdem haben die Rechtgläubigen Katholiken von sich selbst immer öfter solche Hochzeiten gefeiert.

Heute wurde Polen zu der nüchternsten Nation Europas, mit dem niedrigsten Konsum an Alkohol pro Kopf und mit dem größten Anteil an Abstinenzlern. Aber aus der kurzen Geschichte erfahren wir, daß einmal errungene Position nicht für immer gegeben ist. Man muß stets die nachfolgendenen Generationen erziehen, besonders weil Feinde der Kirche und der Polen durch Wühlarbeit ständig versuchen, vom Glauben und Nüchtenheit abtrünnig zu machen. Nicht umsonst wird freies Bier den Studenten verschenkt.

Zweitens ist die Position des besten in Europa noch kein Grund zur Selbstzufriedenheit. Europa ist mit Abstand das Säuferkontinent der Welt. In Polen bekennen sich zur Abstinenz nur 33% der Erwachsenen, während in der Welt es im Durchschnitt 45% sind, und die nüchternsten Regionen 90% überschreiten. Wir haben also noch viel zu leisten, um auf Weltspitzenniveau zu gelangen.

Und drittens ist es wichtig, auf die Leistungen Polens auf dem Gebiet der Nüchternheit die Welt aufmerksam zu machen. Der Grund? Die zahlreichen Lügenkampagnen gegen Polen basieren gerade auf der Verleumdung, daß Polen Säufer sind. Damit rechtfertigt man die Ermordung von 12 Millionen Polen während des zweiten Weltkrieges mit der Unterschlagung, daß wir ein wertloses oder zumindest minderwertiges Volk sind, sodaß dessen Ausrottung gar kein Verbrechen sei. Dies soll auch die Lüge von "polnischen Konzentrationslagern" glaubwürdig machen.

Schließlich sind wir in Europa seit Jahrhunderten, oder gar Jahrtausenden Zeugen eines ständigen Ringens zwischen der Räuber-und- Säufer-Kultur und der Wassertrinker-Arbeits-und-Gebets-Kultur. Die Zisterzienser waren eben diejenigen, die von der Arbeit eigener Hände lebten, die Felder bebauten und beteten. Die Räuber, die immer auch Säufer waren, zwangen sie zum Weggehen. Aber auf den Feldern von Grunwald gewann die Wassertrinker-Arbeits-und-Gebets-Kultur die Oberhand. Es ist auch nicht egal, welche von diesen Kulturen gewinnt, denn nur die Wassertrinker-Arbeits-und-Gebets-Kultur ist von aleine lebensfähig, deshalb garantiert sie die Möglichkeit des friedlichen Zusammenlebens der Vöker unseres Kontinents. Aber die Räuber-und- Säufer-Kultur ist nicht von selbst lebensfähig, es ist eine Parasitenkultur, die ständig Ausbeutung und Kriege generieren wird.

Darum ist die Teilnahme an der Hochzeit der Hochzeit eine Ehre und zugleich ist ihre Unterstützung eine historische Pflicht.


zur Hochzeit der Hochzeiten in Kamesznica

20. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2014

Kamesznica (Polen), 31.7.-3.8.2014

Dieses Jahre besuchten die Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten Kamesznica, das nüchternste Dorf Polens, des nüchternsten Landes Europas. In dem 3000-Seelen-Dorf nahmen vierzigtausend Leute an alkoholfreien Hochzeiten teil.

Durch den Abfall vom katholischen Glauben erfährt ganz Europa eine abrupte Senkung der Lebensqualität. Die Leute werden vom Abtreibungssyndrom gequält, in den sie durch Verhütung getrieben werden. Sie sind zu einem normalen sexuellen Leben nicht fähig, weil ihnen eben Verhütung und allerlei Deviationen aufgezwungen werden. Durch private Verschuldung werden sie zu Sklaven und kaum ein Erwachsener kann über sein Leben entscheiden: weder bei der Wahl der Arbeit, noch des Wohnsitzes, noch der Ehefrau noch der Anzahl der Kinder. Alles wird ihm vorgeschrieben. Ehe wird gerichtlich aufgehoben, Eheschließung wird durch neue Gesetze untersagt. Geisteskraft (Intellekt) vieler Menschen ist kaum entwickelt. Man sieht es daran, daß sie nicht mehr in der Lage sind, Gott zu erkennen und zu beten. Nicht einmal sind sie in der Lage, sich zu freuen. Sowohl am Anfang als auch am Ende dieses Hundelebens steht der Alkohol. In der freien Welt sind etwa 45% der Erwachsenen lebenslängliche freiwillige Abstinenzler, während man in Europa seine Abstinenz geheim halten muß, weil hier die meisten Säufer der Welt leben und Abstinenz nicht dulden.

Es ist daher empfehlenswert, zu wissen, daß nicht alle Leute in Europa in diese Falle geraten sind. Es gibt noch Katholiken. Es gibt noch Leute, die alkoholfrei heitraten und die sich nicht einreden lassen, daß der Alkohol getrunken werden muß. Kamesznica in Polen ist ein lebendiges Beispiel dafür.

Heiliger Vater Franziskus, in einem Brief an die Teilnehmer diesjährigen Treffens, dankte für das Zeugnis des Glaubens, für die Förderung der Idee der alkoholfreien Hochzeiten und Verbreitung der Kultur der Nüchternheit. Er hat seine Hochschäzung und geistiger Unterstützung zum Ausdruck gebracht. Briefe schickten auch polnische Bischöfe: Erzbischof von Krakau, Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz und der Apostolische Administrator von Drohiczyn. Weihbischof von Bielsko-Zywiec, Bischof Piotr Greger in der Predigt am Donnerstag, bemerkte: "Ihr seid die Apostel der Nüchternheit in der modernen Welt. Euer Zeugnis ist eine Ermutigung für andere, daß es möglich ist und daß es sich lohnt, in Nüchternheit zu leben ". Bischof Tadeusz Bronakowski aus £om¿a sagte: "Ich danken Euch für euer Zeugnis der Abstinenz an dem schönsten Tag des Lebens, am Tag der sakramentalen Eheschließung. Verzicht auf Alkohol kann nicht als Kuriosität betrachtet werden. Ein Abstinenzler ist ein Mensch, der viel weiter und viel mehr sieht. Er ist ein weiser und verantwortlich Mensch, der Herr über sein Leben ist." Die Gemeindeverwaltung von Milowka, die Kreisverwaltung von ¯ywiec sowie der Bürgermeister der Stadt ¯ywiec haben ebenfallst auch ihre Wertschätzung und Unterstützung bekräftigt.

Wie propagieren die Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten die Idee der alkoholfreien Hochzeiten? Zunächst durch das Zeugnis der Anwesenheit zeigen sie, daß man Freizeit sehr angenehmen ohne Alkohol verbringen kann. Die vier Tagen des Treffens sind traditionell als eine ausgebaute Hochzeitsfortsetzungsfeier veranstaltet. Hochzeitstänze begannen schon am Donnerstag. Am Samstagmorgen tanzte die Jugend während eines Lehrgangs der guten Unterhaltung. Schließlich tantzte man die ganze Samstagsnacht durch, wobei der Abschlußball mit einer feierlichen Polonaise begann. Die große Hochzeit bestand nicht nur aus dem Tanz, sondern umfaßte auch Blasmusikkonzerte, Choraufführungen, Hochlandmusik, ein Hochland-Theaterstück und Vorträge von Spezialisten auf dem Gebiet der Liturgie, Geschichte, Psychologie, Suchtbehandlung und Überwachung der öffentlichen Gesundheit. Wie üblich, war es ein fester Bestandteil auch das geistige Leben: Die täglichen Gottesdienste, Rosenkranz der Göttlichen Barmherzigkeit, der Kreuzweg auf Golgatha der Beskiden, Anbetung des Allerheiligsten Sakraments für die Anliegen der Nüchternheit der Nation.

Hochzeit der Hochzeiten begann vor 20 Jahren in Kamesznica als Initiative des hiesigen Pfarrers, des Prälaten Z¹zel, Kaplans der polnischen Hochländer. Er hat dann die nachfolgenden 20 Veranstaltungen der Hochzeit der Hochzeiten seelsorglich betreut und nun hat er uns zum dritten Mal nach Kamesznica eingeladen.

Die Idee der nicht-alkoholischen Hochzeiten hat seine Quelle direkt im Evangelium. Der Herr Jesus warnte davor, daß nicht nur Trunkenbolde zu ewiger Qual gehen, wo es Heulen und Zähneknirschen gibt, aber auch diejenigen, die mit ihnen trinken. Angesichts der traurigen Statistiken, die in seiner Predigt Bischof Bronakowski vorgestellt hat, kann man leicht berechnen, daß statistisch bei einer Hochzeit mit 100 Gästen mit Sicherheit mit mindestens zwei Trunkenbolden zu rechnen ist. Somit sündigen Teilnehmer in einer typischen Alkoholhochzeit schwer, auch wenn sie nur "kulturell" trinken. So verhöhnen sie nun dadurch das Sakrament der Ehe. Warum ist man dann so überrascht, daß Gottessegen ausbleibt? Eine Sünde wird nicht nur nach dem Tod bestraft, sondern auch bereits hier auf der Erde bringt sie ihre giftigen Früchte. Wie der Direktor von PARPA in seinem Vortrag erklärte, ist der legale Alkohol die Ursache für mehr als 60 Arten von Krankheiten, einschließlich solcher von Dritten wie Kinder von Eltern, die trinken. Um den Kindern zu schaden, braucht man gar nicht sich zu betrinken. Es reicht vollkommen aus, wenn man kulturell vor der Empfängnis oder während der Schwangerschaft trinkt. Man gebärt dann oft genug ein Kind, das bereits ein Alkoholiker ist oder an Legasthenie, ADHS, Autismus, oder - was am schlimmsten ist - an FAS-Syndrom leidet (was körperliche oder geistige Behinderung oder beides bedeutet). Über die Auswirkungen von moderatem Alkoholkonsum hängt ein geheimnisvoller Schleier des Schweigens. Der Redner wies darauf hin, daß viel mehr verschwiegen wird, was Alkohol betrifft. Journalisten vergossen Krokodilenträne über der tödlichen Methylalkoholvergiftung von 20 Personen in der Tschechischen Republik, während sie nichts über die 10.000 Polen, die jährlich als Folge von Alkoholkonsums sterben (Unfälle, Saufen zu Tode, Leberzirrhose, etc. ..), sagen. Der Endeffekt der Trinksucht von vielen betrifft uns alle. Alkoholkonsum ist nämlich für den Haushaltsdefizit verantwortlich - 45 Milliarden Z³oty kosten jährlich den Staat Schäden, die durch legal vertriebenen Alkohol verursacht werden. Also wenn jeder Abstinezler wäre, hätten wir einen ausgeglichenen Haushalt. Wenn also jemand über niedrige Altersrenten, unterfinanzierte Gesundheitswesen, Bauwesen und öffentliche Verkehrsmittel beschwert, dann sollte er sich selbst zuerst fragen, was er getan hat, um die Idee von alkoholfreien Hochzeiten zu fördern. Gottes Gebote müssen dem öffentlichen Raum zurück. Hätte man vor 55 Jahren auf die Bischöfe gehört, die zu alkoholfreien Hochzeiten verpflichteten, hätten wir jetzt eine blühende Wirtschaft. Da man aber der Meinung war, daß es in der Öffentlichkeit Platz nur für militanten Atheiusmus gibt, haben wir das, was wir haben.

Sie können sich die Bilder des Ereignisses hier ansehen.

Kamesznica - Lied

  1. Berge: Hoch und geheimnisvoll,
    Dickicht und Felsgeroll,
    Bach kalt wie Eis.
    Berge: Doch ich kenn einen Ort,
    es so freundlich dort
    Herzen so heiß.
    Die Leute wissen sich dort zu freuen
    Sie beten Gott und nicht Flaschen an
    Mit Frauen tanzen ohn sich zu scheuen
    Ohne Schnaps feiern sie Hochzeit da
    Hej-hej-hej-hej...
    Kamesznica
    Polonaise laut ertönt
    In den Polen Herz stolz brennt
    Laßt uns tanzen, hej, hej!
    Kamesznica
    Deine Seele ist so groß.
    Abstinenzler tanzen los.
    Laßt uns singen, hej, hej!
    Kamesznica
    Beim alkoholfreien Ball
    tanzen sie, daß es nur knallt.
    Laßt uns springen, hej, hej!
    Kamesznica
    Alles liegt klar auf der Hand .
    Hier ist Abstinenzlerland .
    Laßt uns stolz sein, hej, hej!
  2. Berge: Trinkhelden trifft hier Tod,
    Die Säufer leiden Not,
    unten im Tal.
    Berge: Doch ihr seid wunderschön
    Das kann nur einer sehn
    nüchtern total
    Alle genießen nüchtern das Leben:
    Nüchterne Mädchen sind ja so schön!
    Nach höher Kultur Leute hier streben
    Sie ziehen ganzes Polen dort an
    Hej-hej-hej-hej...
    Kamesznica
    Polonaise laut ertönt
    In den Polen Herz stolz brennt
    Laßt uns tanzen, hej, hej!
    Kamesznica
    Deine Seele ist so groß.
    Abstinenzler tanzen los.
    Laßt uns singen, hej, hej!
    Kamesznica
    Abstinenzler haben Macht
    zu gewinnen diese Schlacht
    um der Seelen Heil, hej!
    Kamesznica
    Alles liegt klar auf der Hand .
    Polen ist kein Säuferland .
    Laßt uns stolz sein, hej, hej!
  3. Berge: Von hier sieht man weit
    auch hinter diese Zeit
    hinauf zu Gott
    Berge: So nah am Himmelreich
    Willen hart, doch Herz weich
    hat, wer hier wohnt
    Hochzeit der Hochzeiten hat hier begonnen
    In Kamesznica beim Widderberg
    Schlacht um die Zukunft ward so gewonnen
    Wie einst auf Feldern von Tannenberg
    Hej-hej-hej-hej...
    Kamesznica
    Hier im Abstinenzlerland
    herrscht Vernunft, herrscht Verstand
    Seien wir stolz, hej, hej!
    Kamesznica
    Wer ein Abstinenzler ist,
    der darf sagen: "Ich bin Christ"
    Seien wir stolz, hej, hej!
    Kamesznica
    Wer Allnüchternheit nicht scheut,
    der bleibt seiner Frau stets treu.
    Seien wir stolz, hej, hej!
    Kamesznica
    Abstinenzler haben Macht
    zu gewinnen diese Schlacht
    um der Seelen Heil, hej!

zur Hochzeit der Hochzeiten in Krynica

21. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2015

Krynica (Polen), 30.7.-2.8.2015

"Gäbe es nicht eine Hochzeit, würde es uns hier nicht geben." Dieser Satz paßt sicherlich zu den Teilnehmern des XXI Nationalen Treffens der Ehepaare, die nicht-alkoholische Hochzeit hatten "Hochzeit der Hochzeiten 2015" in Krynica Zdrój. Das Treffen dauerte vom letzten Donnerstag im Juli bis zum ersten Sonntag im August. Warum verbindet uns die Hochzeit? Weil das sechste Gebot lautet: Du sollst nicht ehebrechen. Und eine der Lesungen in der Messe in diesen Tagen (über Enthauptung Johannes des Täufers) beschreibt, wie kriminell ein Mann wird, wenn er dieses Gebot nicht hält. Und warum nicht-alkoholisch? Während der Trauungszeremonie wird das Paar an Gottes Worte erinnert: Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen. Und es ist allgemein bekannt, daß Alkohol die Menschen voneinander trennt. Dies belegen die Scheidungsstatistiken sowie weitere Beispiele, welche in seiner Predigt Bischof T. Bronakowski während des Pontifikalamtes vorstellte.

Der Leser wird sich fragen: Ist heute ein aufgeklärter Mensch bereit, sich über Verbrechen, Scheidung, Betrug, Gewalt gegen den Nächsten zu ärgern, Sorgen zu machen, zu kümmern. Man muß schließlich tolerant im Hinblick auf Wertesysteme anderer sein. Und was geht mich das Schicksal anderer an. Man darf sich ja nicht einmischen. Angesichts solcher Haltung wird es gut tun, daran zu erinnern, daß es erstens einen Gott gibt, und zweitens daß er ein gerechter Richter ist, der für das Gute belohnt und für das Böse bestraft. Und daß der Mensch eine unsterbliche Seele hat, und daher die Strafe lange und sogar ewig dauern kann. Aber ewigen Lohn gibt es auch. Dies ist sicherlich der Fall , für die 21 Heiligen und Seligen, vor deren Reliquien wir in diesen Tagen für die polnischen Familien gebetet haben. Daher lohnt es sich, die Gebote Gottes einzuhalten.

Hochzeit der Hochzeiten ist eine ungewöhnliche Hochzeit. Es ist die Art von Hochzeiten, die zu Gott führt. Eine große Anzahl von Priestern, darunter Bischöfe Je¿ und Bronakowski, lasen heilige Messe und predigten für uns. Wir besichtigten die monumentale St. Antonius-Kirche in Krynica Zdrój, Holzkirchen von Krynica und PowroŸnik. Während einer Gebetswanderung auf dem Parkowa-Berg rezitierten wir den Rosenkranz und den Barmherzigkeit-Rosenkranz. Wir baten die Mutter Gottes um Fürbitte. Wir sättigten uns mit der Schönheit der historischen Architektur von Krynica und der Eleganz des modernen Gebäudes der Mineralwasser-Trinkstätte, in dem der nicht-alkoholische Ball der Hochzeit der Hochzeiten stattfand. Es erstaunte uns die Schönheit der alten Musik des Krynica-Zdrój-Quartetts und Marschmusik des lokalen Orchesters während der Parade unserer Hochzeit-Gesellschaft. Konzert von DEUS MEUS an der frischen Luft und die geistige Musik des kirchlichen Ensambles führte auch unsere Gedanken himmelwärts. Festliche Hochzeit-Polonaise und Hochzeitstänze auf dem Ball integrierten die Freude vom Körper und Seele. Der Verfasser dieses Textes versäumte nicht, die königlichen Gerichte, die während der vier Tage uns verwöhnten, zu bemerken.

Der wunderschöne Rahmen der freudigen Vertreibung der Freizeit diente einem sehr wichtigen Zweck - der Begegnung mit Gott und mit Menschen. Was die Begegnung mit den Menschen anbetrifft, so ist es am wichtigsten, die eigene Familie fern vom Alltagstreß zu treffen und fröhliche Gesichter der Eltern und Kinder zu sehen. Denn "Bekehrung und Evangelisierung beginnt in der Familie"., wie das Motto des diesjährigen Treffens lautet. Weiter treffen wir auch andere Familien, teilen die Freuden und Leiden, Erfahrungen und Gedanken. Schließlich ist das Treffen die Quelle der neuen Energie, um in die Welt zu gehen und sie zu evangelisieren, indem wir die Idee der alkoholfreien Hochzeiten verbreiten.

Vier Tage sind blitzschnell verstrichen. Schade, daß wir diese Insel der Normalität verlassen müssen. Irgendwo in einer fernen Welt mehr als 50% der erwachsenen Bevölkerung sind freiwillige lebenslängliche Abstinenzler. Nur in dem vergessenen europäischen Loch ist eine Flasche Gegenstand der Sehnsüchte der "Kulturschaffenden". Glücklicherweise kamen nach Krynica zweihundert vernüftige Leute, die die polnischen Traditionen, die Piotr Skarga noch in Erinnerung hatte, wiederherstellen möchten. Es gab eben Zeiten, wo in Polen junge und gesunde Menschen keinen Alkohol sondern nur Quellwasser tranken. Die will man wieder haben. Kurz gesagt, in Krynica gab es eine echte Hochzeit, eine wahre Freude. "Zu dieser Hochzeit wurde auch Jesus mit seinen Jünger eingeladen."

Und ich war dort, auf die Gesundheit trank ich Mineralwasser , und das, was ich gesehen und gehört habe, habe ich auch berichtet [freie Übersetzung eines Gedichts].

Und ich bedanke mich bei allen, die dieses großartige Ereignis ermöglichten. Und es waren Dutzende, die hier erwähnt werden müßten. Ich nenne hier nur die Namen: Anna und Bartholomäus Stelmach, die die Vorbereitung und Verlauf des Treffens koordinierten. Msgr. John Wnêk, Pfarrer der Sankt-Antonius-Pfarrei, Pater Bat³omiej Musia³ und Pater Artur Wa¿ny, , die Bischöfe Je¿ und Bronakowski. Besonders danken wir Msgr. W³adys³aw Z¹zel, der "Hochzeit der Hochzeiten" geschaffen hatte und sie ständig betreut.


zur Hochzeit der Hochzeiten in Myczkowce, 2016

22. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2016

Myczkowce (Polen), 18.-21.8.2016

Vom 18.8. bis 21.8.2016 in Myczkowce, in der ostsüdlichsten Ecke Polens, fand das 22. Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeit Hatten, statt. Diese alljährliche Veranstaltung, genannt " Hochzeit der Hochzeiten", versammelte diesmal über 50 Ehepaare mit ihren Kindern aus ganz Polen. Es gab auch Gäste aus der Ukraine. Auf dem Programm stand ein Konzert einer afrikanischen Evangelisierungsband, eine Schiffkreuzfahrt durch den künstlichen Solina-See, Besichtigung eines biblischen Gartens, eines Freilichtmuseums der Kirchenminiaturen, und die traditionelle alkoholfreie Hochzeitparty.

Aber die Teilnehmer kommen hier hauptsächlich wegen der Exerzitien, die ein fester Bestandteil der alljährlichen Treffen sind. Gepredigt haben der Bischof von Rzeszów Jan W¹troba, Weihbischof von £om¿a Tadeuz Bronakowski, Pater W³adys³aw Z¹zel, der die Treffen inizierte. Prof. Zofia W³odarczyk von der Landwitschaftliche Universität zu Kraków (Krakau) und eine Reihe weiterer Redner hielten Vorträge über biblische Gärten und ihre Bedeutung in der Vermittlung biblischer Inhalte, geistige Gefahren der modernen Welt für Einzelne, Ehen und Familien sowie über die Familie als die erste Schule der Liebe, als auch über die Bekämpfung der Nüchternheit in der Zeit des Kommunismus und über Versuche, den nüchternen Lebensstil wiederherzustellen. Täglich nahmen alle an Heiligen Messen und an Barmherzigkeitsrosenkranz teil. Am Freitag gab es eine Kreuzweg-Andacht im Freien

Das Ziel der Veranstaltung ist es, die Idee der alkoholfreien Hochzeiten zu verbreiten, alkoholfreien Lebensstil zu foerdern, eigenen Kindern zu zeigen, daß man ohne Alkohol bei Freizeitgestaltung auskommt und daß der Frohsinn keinen chemischen Anreiz braucht, sondern im Gegenteil aus dem unbelasteten menschlichen Herzen kommt. Hierbei rückt die religioese Erziehung in den Mittelpunkt. Man ist fröhlich, wenn das Gewissen nicht von Sünden belastet ist. Deshalb ist die Beichte und Buße ein wichtiger Punkt des Treffens. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Liebe des Nächsten, Barmherzigkeit gegenüber den Mitmenschen, die von der Last des Alkoholismus betroffen sind, deren Ausgrenzung aus der Gesellschaft abschaffen soll, indem man ihnen durch alkoholfreie Veranstaltungen wie Hochzeiten die Möglichkeit bietet, am gesellschaftlichen Leben risikofrei teilzunehmen. Liebende Eltern sollen nie zulassen, dass die Kinder sie im angetrunkenen Zustand sehen. In der einfachste Weg zu diesem Ziel führt über die Abstinenz der Eltern. Weiterhin ist die Abstinenz der sicherste Weg, um bei den Kindern den FAS-Syndrom auszuschließen

Die Botschaft der Veranstaltung ist vor allem an die polnische Gesellschaft gerichtet, aber es gab schon Teilnehmer aus anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland, Österreich, Slowakei, Weißrussland und in diesem Jahr auch aus der Ukraine.

Nur 20-25% der Hochzeiten in Polen sind alkoholfrei. Ist es viel oder wenig? Hauptsache ist es, daß die Verlobten durch den tiefen katholischen Glauben zu Veranstaltung einer solchen Hochzeit bewegt werden. Dagegen werden die alkoholischen Hochzeiten immer mehr zum Symptom des Glaubensverfalls, besonders wenn man sich dort den Verlauf anschaut, wo man vulgäre Lieder spielt und singt, amoralische Spiele veranstaltet, und manchmal sogar Ehebruch begeht. Kurz gesagt, untergraben die alkoholischen Hochzeiten im zunehmenden Maße den Sinn der kirchlichen Trauung und der katholischen Ehe. Daher bedeutet der Kampf um alkoholfreie Hochzeiten nicht nur die Sorge um die physische Gesundheit, sondern vor allem den Kampf um Erhaltung des katholischen Glaubens, dessen Verfall eben in der Familie anfängt aber auch in der Familie verhindert werden kann und soll.

Für die wunderbare Zeit bedanken wir uns besonders herzlich bei der Familie Mazur, die die Veranstaltung organisierten, und bei dem Pater Janik, der uns die Rämlichkeiten des Rehabilitations- und Erholungszentrum Caritas-Myczkowce zur Verfügung gestellt hat.