32. Polnisches Nationales Treffen der Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten

Hochzeit der Hochzeiten 2026

Rzeszów (Polen), 30.7-2.8.2026

Im Jahr des Herrn 2026 fand vom 30. Juli bis 2. August in Rzeszów das 32. Nationale Treffen Ehepaare, die Alkoholfreie Hochzeiten Hatten „Wesele Wesel“ (Hochzeit der Hochzeiten), statt. Rzeszów ist die regionale Hauptstadt der Woiwodschaft Karpatenvorland.

Wir möchten all jenen unseren Dank aussprechen, die diese hervorragende Veranstaltung vorbereitet und zu ihrem Gelingen beigetragen haben. Zuallererst den vier Bischöfen, die an dem Treffen teilnahmen; Pater Grzegorz Kot, dem Hauptorganisator und Verantwortlichen der Veranstaltung; Pater Władysław Zązel, der die „Hochzeit der Hochzeiten“ ins Leben gerufen hat; allen Patres, die sich mit Worten an die Teilnehmer wandten; den Schwestern, die sich um die Kinder kümmerten; allen freiwilligen Helfern, die die Veranstaltung unterstützten; sowie dem Personal des Diözesanhauses Tabor, das für unser Wohl sorgte. Nicht zuletzt danken wir allen Teilnehmern der Veranstaltung. Ihre alkoholfreien Hochzeiten sind der Anlaß für dieses Ereignis und der Grund dafür, warum diese Veranstaltung für ganz Polen so wichtig ist.

Ein historischer Rückblick

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Der erste Tag fiel mit der Erinnerung an die Gründung des Vereins Hochzeit der hochzeiten vor 20 Jahren zusammen. Die Gründer versammelten sich in Wrocław während des 12. Treffens der „Hochzeit der Hochzeiten“, um durch ihren Beschluß das Bild Polens zu verändern. Die Ehepaare, welche bewiesen haben, daß die schönste und fröhlichste Hochzeit keinen Alkohol benötigt, beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln, um die Idee der alkoholfreien Hochzeiten in der Welt weiter zu verbreiten und eine gesunde, neue Kultur des alkoholfreien Lebens in der Gesellschaft zu fördern.

Seit zwei Jahrzehnten engagiert sich der Verein unermüdlich und mit großem Einsatz für die Gewissensbildung und die Stärkung des sozialen Bewußtseins. Zu den Hauptzielen und Aufgaben, die über die Jahre hinweg konsequent verfolgt wurden, gehören:

  1. Förderung der Abstinenz: Wir setzen uns für einen nüchternen Lebensstil ein und bekämpfen Suchterkrankungen.
  2. Alkoholfreie Hochzeiten: Wir unterstützen Brautpaare bei der Planung und Organisation von Hochzeitsfeiern und Festen ohne alkoholische Getränke.
  3. Jährliche Treffen „Hochzeit der Hochzeiten“
  4. Familienförderung: Wir engagieren uns für die christliche Erziehung von Kindern und die Stabilität der polnischen Familien.

Donnerstag, der 30. Juli 2026AD

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Die Tagung des 32. Nationalen Ehetreffens „Hochzeit der Hochzeiten“ wurde offiziell im Rzeszower Diözesenhaus “Tabor“ am Donnerstag, den 30. Juli, eröffnet. Das Treffen ist eine einzigartige Veranstaltung, die Paare zusammenbringt, die ein mutiges und berührendes Zeugnis eines Lebens in Nüchternheit und wahrer Freiheit ablegen.

Nach einem gemeinsamen Abendbrot nahmen die Teilnehmer an einer Gemeinschaftsveranstaltung teil, in der jedes Paar die Gelegenheit hatte, sich kurz vorzustellen und eine persönliche Geschichte zu erzählen. Viele Teilnehmer betonten ihre Verbundenheit mit der Bewegung „Kreuzzug zur Befreiung des Menschen“. Leute kamen aus allen Ecken Polens. Es waren auch einige polnisch-slowakische gemischte Ehen anwesend.

Das Treffen wurde durch die Anwesenheit des ersten Bischofs der Diözese Rzeszów, Kazimierz Górny, geehrt, der seinen bischöflichen Dienst im Erzbistum Krakau begann. Die Diözese Rzeszów wurde vom Papst erst 1992 ins Leben berufen, deshalb ist es nicht überraschend, daß der erste bereits längst emeritierte Bischof noch aktiv ist.

Der Bischof richtete herzliche Worte an die Anwesenden, dankte den Paaren für ihr bewegendes Zeugnis und erinnerte an den heiligen Maximilian Maria Kolbe – einen wunderbaren Schutzpatron der Nüchternheit. Gerade am Vortag, am 29. Juli, jährte sich zum 85. Mal seine heroische Tat im Konzentrationslager Auschwitz, wo er sich bereit erklärte, anstelle eines Mithäftlings in den Hungerbunker zu gehen. Er starb im Bunker, während dieser Mithäftling den Krieg überlebte. Das war auch die Gelegenheit für den Bischof, daran zu erinnern, daß die ersten Insassen und Opfer der Konzentrationslager Polen waren. Erst zwei Jahre nach dem Überfall Polens durch Deutschland, Rußland, Freistadt Danzig und Slowakei begann die Extermination der Juden. Er betonte, daß nur der tiefe katholische Glaube die Menschen dazu motivieren konnte, sich für andere zu opfern. Darum rief er auf, den wahren Glauben zu schützen. Damit kritisierte der Bischof die Verleumdungskampagne, die in der letzten Zeit gegen die Polnische Nation und gegen die katholische Kirche gerichtet wird. Er rief uns auch auf, sich für die Rettung der polnischen Familien einzusetzen, um sich dem Aussterben der Nation zu widersetzen. Denn nur in einer Familie lernt man den Wert des Opfers für die anderen. In diesem Zusammenhang fand der Bischof auch ein starkes Wort gegen die Massenimmigration, besonders der Islamisten, die Erzfeinde des katholischen Glaubens sind. Seine Exzellenz verwies zudem auf den „Blutsonntag“ von Bydgoszcz (10. September 1939) als treffendes Gegenbeispiel zu dem gängigen Sprichwort, Alkohol mache die Sitten sanft; denn die Deutschen – bekanntlich große Bierliebhaber – erwiesen sich an jenem Tag als überaus grausam, als sie an einem einzigen Tag Zehntausende unschuldiger Polen hinrichteten.

Im Mittelpunkt des ersten Tages stand die feierliche heilige Messe gelesen vom Bischof als Hauptzelebrant in der Kapelle des Diözesanhauses “TABOR“. Die Predigt hielt der Sekretär des Bischofs, Pfarrer Dr. Wiesław Matyskiewicz. Der Prediger betonte den Wert der Abstinenz als Geschenk an die Familie und stellte die vielfältigen Erfolge des Diözesanen Dienstes für Nüchternheit und für Befreiung aus den Fängen der Sucht vor. Er nannte auch zahlreiche sich für diese Ziele einsetzende Organisationen, die sich innerhalb der Diözese Rzeszów entwickeln. Dazu gehören unter anderen:

Der Prediger ermutigte die Teilnehmer herzlich, die während des Treffens angestoßenen Initiativen in ihren Heimatdiözesen weiterzuführen und dort zu festigen. Er dankte den Paaren von Herzen für ihre Haltung, die höchste Gottes- und Nächstenliebe zum Ausdruck brachte.

Es gab auch bewegende Momente während der Messe. Pater Zązel, der eine schwere Operation hatte und jetzt an einer Krücke geht, half dem 92 Jahre alten Bischof die Stufen am Altar empor und herunter zu gehen.

Wir danken dem Bischof und seinem Sekretär von Herzen für ihre Anwesenheit, das gemeinsame Gebet und die an uns gerichteten Worte.

Wir bedanken uns auch bei der Bewegung „Hauskirche der Diözese Rzeszów“ und der Musik-Diakonie für das aktive Mitwirken bei der Organisation der Veranstaltung und des Gottesdienstes.

Freitag, der 31. Juli 2026AD

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Wir begannen den Tag am Freitag und am Samstag mit einem Morgengebet der Kirche (Mette) in der Kapelle im Diözesanhaus „TABOR“, wo uns Pfarrer Grzegorz Kot – Organisator der diesjährigen Hochzeit der Hochzeiten, Seelsorger für Suchtkranke und Vorsitzender der Stiftung „Ich helfe, weil ich liebe“ – an die enorme Verantwortung erinnerte, die wir für unsere Worte tragen, sowie an die große Macht, die ihnen innewohnt.

Im weiteren Verlauf des Vormittags gab es einen Vortrag zum Thema „Suchtproblematik“ . Eine sehr aufschlußreiche Rede zu diesem Thema hielt Pfarrer Nikodem Rybczyk. Er erklärte die Funktionsweise des menschlichen Gehirns und die Rolle des Belohnungssystems beim Entstehen der Sucht. Er erörterte die Kriterien für die Diagnose einer Sucht sowie Warnsignale in diesem Zusammenhang, die nicht übersehen werden sollten.

Parallel dazu boten die Presentation-Schwestern ein abwechslungsreiches Programm für Kinder an.

Nach den Vortrag fuhren wir zur Pfarrei Markowa (Erzdiözese Przemyśl), wo die vom Bischof Krzysztof Chudzio gelesene Heilige Messe den Höhepunkt des Tages bildete. Krzysztof Chudzio ist der Bischof-Koadjutor der Diözese Rzeszów.

Der Bischof erinnerte uns daran, daß Nüchternheit Verantwortung für sich selbst, für andere und für die eigene Familie sowie eine gemeinsame Verantwortung für die gesamte Gemeinde mit sich bringt.

Er wies uns auf das gelebte Beispiel hin – das selige Ehepaar Józef und Wiktoria Ulma –, die bis zum Schluß liebten und sogar ihr Leben gaben; er ermutigte uns, Verantwortung für andere zu übernehmen und ein mitfühlendes Herz zu entwickeln. Er erinnerte, daß in dieser Kirche, wo die Messe gelesen wurde, Józef und Wiktoria einst vor Gott das Sakrament der Ehe empfingen (am 7. Juli 1935 AD).

Nach der Heiligen Messe machten wir uns auf, diesen einzigartigen Ort weiter zu erkunden. Wir besichtigten das Museum der Polen, die unter der deutschen Besatzung Juden retteten. Wir erfuhren die bewegende und heldenhafte Geschichte der Familie Ulma, und waren tief berührt vom Zeugnis des Martyriums der gesamten Familie Ulma, einschließlich ihres ungeborenen Kindes (am 24. März 1944 AD).. Uns stand vor Augen die Grausamkeit eines atheistischen Regimes, welches Gebote Gottes verachtete und somit auch Verachtung für Menschen aufzwang. Die Mörder blieben von ihrem eigenen Staat unbestraft. Die Bewohner von Markowa waren durch den Mord erschreckt aber niemand hat das Verstecken der von den Deutschen verfolgten Juden aufgegeben. Die meisten versteckten Juden überlebten den Krieg.

Hinterher besichtigten wir das Freilichtmuseum, in dem mehrere traditionelle Bauernhöfe in Markowa nach Rekonstruktion zur Schau gestellt werde. Gebäude und die Architektur der damaligen Zeit ließen uns die Atmosphäre jener schweren Kriegstage hautnah spüren.

Demnächst besuchten wir den Friedhof, wo einst die Familie Ulma begraben war. Jetzt befinden sich ihre Reliquien in der Pfarrkirche, in einem Sarkophag, wo sie nach ihrer Seligsprechung (10. September 2023) überführt wurden.

Am Abend beteten wir gemeinsam in der Tabor-Kapelle den Rosenkranz. Wir beteten für jene, die geistlichen Beistand dringend benötigen – insbesondere für Menschen, die in Sucht oder Abhängigkeit gefangen sind –, auf daß sie wahre Freiheit und Herzensfrieden finden mögen. Geleitet wurde dieses Gebet von Pater Rafał Głowacki, der für nächtliche Kreuzwege der Pfarrei verantwortlich ist.

Am späten Abend fand die Versammlung der Mitglieder des Vereins Hochzeit der Hochzeiten statt. Sie bot Gelegenheit, auf die aktuellen Aktivitäten zurückzublicken, Zukunftspläne zu skizzieren, neue Entwicklungsrichtungen festzulegen und über die Organisation des für 2027 geplanten 33. Treffens „Hochzeit der Hochzeiten“ zu informieren.

Die Versammlung war zugleich ein wunderbarer Anlaß, das 20-jährige Bestehen des Vereins zu würdigen – einer Organisation, die seit zwei Jahrzehnten eine so bedeutsame Rolle bei unserem gemeinsamen Bestreben spielt, die Idee der alkoholfreien Hochzeiten zu verbreiten.

Samstag, der 1. August 2026AD

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Wir begannen den Tag wieder mit der Mette, geleitet von Pater Grzegorz Kot. In seiner Ansprache hob der Vorsitzende der Stiftung „Ich helfe, weil ich liebe“ die außerordentliche Treue hervor, welche die Eheschließung verlangt. Er betonte, wie wichtig es für Eheleute sei, das Geschenk ihres Standes zu schätzen, darin beständig zu wachsen – sowohl persönlich als auch in ihrer Beziehung zueinander – und dieses heilige Band täglich mit Sorgfalt und Zärtlichkeit zu pflegen.

Nach einer besinnlichen Morgenandacht unternahmen wir mit Pater Paweł Batory einen Spaziergang durch die charmanten Ecken der Hauptstadt der Karpatenregion und erkundeten die Geschichte des Ortes, an dem in diesem Jahr Hochzeit der Hochzeiten stattfand. Rzeszów war eine Privatstadt, die hintereinander von drei Familien regiert wurde: Rzeszowscy, Ligęza und Lubomirscy. Die erste Familie erbaute ein Schloß, in dem jetzt das Bezirksgericht seinen Sitz hat. Die letzte erbaute einen Sommerpalast, wo jetzt die Ärztekammer untergebracht ist. Diese Familien hinterließen auch drei Kirchen, in denen ihre Gebeine ruhen. Wir besichtigten zwei von diesen Kirchen.

Der Höhepunkt des Tages war die Heilige Messe in der (modernen) Kathedrale von Rzeszów. Es war ein tief bewegender und feierlicher Moment für alle Teilnehmer des diesjährigen 32. Nationalen Treffens „Hochzeit der Hochzeiten 2026“. Die Liturgie wurde von Bischof Jan Wątroba, dem Bischof von Rzeszów, zelebriert. Zahlreiche Priester der Diözese Rzeszów versammelten sich am Altar zur Konzelebration. Nach der Predigt wurde die Ehegelübde der Eheleute – Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten - erneuert.

Die Predigt selbst hielt Bischof Tadeusz Bronakowski, Vorsitzender des Komitees der Polnischen Bischofskonferenz für das Apostolat der Nüchternheit und der Suchtkranken.

In seiner Betrachtung des Martyriums des heiligen Johannes des Täufers erinnerte er die Gläubigen daran, daß die Verkündigung der Wahrheit Gottes Mut erfordert und oft auf Ablehnung stößt. Er merkte an, daß die Kirche heutzutage wegen ihrer Treue zum Evangelium angegriffen werde. Man haßt die Kirche, weil sie die Gebote Gottes klar lehrt und sich weigert, die Lehren des Herrn Jesus an menschliche Erwartungen anzupassen. Seine Exzellenz ermutigte die Gläubigen zum Ausharren und verwies auf die Worte Christi: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, aber die Seele nicht töten können.“ (Matthew 10:28)

Der Bischof erinnerte daran, daß seit Jahrzehnten polnische Bischöfe die Gläubigen zur freiwilligen Abstinenz vom Alkohol im Monat August auffordern. Er rief zum Gebet für die Familien, zur strengen Einhaltung des Eheversprechens und zu Akten der Selbstverleugnung als Wiedergutmachung für die gesellschaftliche Sünde der Trunksucht auf. Er erinnerte die Gemeinde an die Worte des seligen Primas Kardinal Stefan Wyszyński: „Für uns hat die Familie den Wert einer polnischen Staatsräson – es geht um unsere bloße Existenz.“

Unter Berufung auf die Lehren von Kardinal Wyszyński hob der Bischof die verheerenden Folgen des Alkoholismus hervor. Er zitierte die Worte des Kardinals: „Trunksucht ist eine große gesellschaftliche Geißel, gefährlicher als durch Wasser übertragene Infektionskrankheiten oder Erdbeben.“ Zudem rief er dazu auf, soziale und gesetzgeberische Initiativen zu unterstützen, die auf eine Einschränkung der Verfügbarkeit und der Werbung für Alkohol abzielen. Dies sei eine gemeinsame Verantwortung aller Bürger, unabhängig von ihrer politischen Weltanschauung.

Bischof Bronakowski würdigte die Helden des Warschauer Aufstands sowie der Solidarność-Bewegung und stellte sie als Vorbilder für den Dienst am Vaterland heraus. Unter Bezugnahme auf Pater Franciszek Blachnicki betonte er, dass heute Polen nur eine Art vom politischen Kampf brauche, den Kampf um Nüchternheit. Er dankte allen, die sich im Apostolat der Nüchternheit engagieren, und vertraute die polnischen Familien der Fürsorge der Gottesmutter an, wobei er um die Stärkung des Glaubens, der Einheit und der Nüchternheit der Nation betete.

Am Abend, nach solch tiefgreifenden geistlichen Erlebnissen, war es Zeit für Freude und ein Fest voller Tanz. Der traditionelle alkoholfreie Ball „Hochzeit der Hochzeiten“ kam unter der Leitung der unersetzlichen Zeremonienmeisterin Anna Marut – einem Garanten für gute Stimmung – richtig in Schwung.

Auf der Tanzfläche im Diözesanzentrum „TABOR herrschte eine elektrisierende Energie, und das Lächeln wich nicht aus den Gesichtern der Teilnehmer – denn für wahres Glück braucht man absolut keinen Alkohol!

Wir danken allen für ihre Anwesenheit, ihr Zeugnis und die gemeinsam verbrachte Zeit. Möge diese Freude anhalten!

Erwähnenswert ist, daß einige Paare während der „Hochzeit der Hochzeiten“ in Rzeszów ihren Hochzeitstag feierten. In einer Tanzpause wurden sie daher zu diesem Anlaß beglückwünscht, und für jedes dieser Paare wurde jeweils das bekannte polnische Lied „Sto lat“ angestimmt.

Sonntag, der 2. August 2026AD

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Nach dem Ball und einem herzhaften Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Pfarrei St. Stanislaus (Bischof und Märtyrer) in Rzeszów-Dworzysko, um Gott gemeinsam für diese außergewöhnliche Gnadenzeit zu danken.

Es war eine Messe, in der Teilnehmer der Hochzeit der Hochzeiten gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern vor Ort gebetet haben.

Die Heilige Messe wurde von Pfarrer Rafał Głowacki (Organisator des nächtlichen Kreuzwegs der Pfarrei mit Gebeten für Nüchternheit) und Pfarrer Grzegorz Kot (Pfarrer und Seelsorger für Nüchternheit in der Diözese Rzeszów) zelebriert.

Mitzelebrant war auch der geschätzte Initiator und Seelsorger der „Hochzeit der Hochzeiten“, Pfarrer Władysław Zązel.

In seiner Predigt erinnerte der Prälat die Gemeinde daran, daß der Monat August für das polnische Volk eine besondere Zeit der nationalen Abstinenz und Nüchternheit darstellt. Er ermutigte alle Teilnehmer und die versammelten Gläubigen, in dieser Hinsicht über ihr eigenes Leben nachzudenken und diese wichtige Tugend zu schätzen.

Der Priester betonte, wie wichtig es sei, daß religiöse und familiäre Feiern gänzlich ohne Alkohol stattfinden und so zu einem lebendigen Zeugnis des Glaubens und der Freiheit werden.

Ein besonderer Moment der Eucharistiefeier war zudem die Taufe des kleinen Aleksander, der feierlich in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wurde. Ein Kind sei die Frucht der Hochzeit, meine Pater Zązel. Schon im Augenblick der Taufe sollten darum alle auf das religiöse Wachstum des Kindes bedacht sein. Pater Zązel erinnerte an ein altes Volkslied, in dem das Kind seine Taufpaten verflucht, weil diese auf der Tauffeier Alkohol tranken, es ebenfalls zum Trinken anleiteten und so sein Leben ruinierten. Der Pater hinterfragte die häufige Redewendung „Alkohol ist für Menschen gemacht“. Er gab zu bedenken, daß auch Krankenhäuser, Gefängnisse und die Hölle für Menschen gemacht seien. Will man sich dorthin begeben, nur weil sie für Menschen gemacht sind?

Nach der Heiligen Messe schilderte uns Pfarrer Grzegorz Kot – Vorsitzender der Stiftung („Ich helfe, weil ich liebe“ – die Geschichte dieser Pfarrei, die zu den jüngsten der Diözese Rzeszów zählt. Er stellte erfreut fest, daß sich die kleine Gemeinschaft durch große Lebendigkeit und ein starkes Engagement der Bewohner am Gemeindeleben auszeichnet.

Er zögerte nicht, uns seine Probleme zu schildern. Er stellte fest, daß sich viele Gemeindemitglieder im Gemeindeleben engagieren, deren Privatleben jedoch vom katholischen Glauben losgelöst ist. Sie besuchen zwar verschiedene Gemeindetreffen, halten es aber nicht für notwendig, an der Heiligen Messe teilzunehmen. Es gibt Paare, die ohne sakramentale Ehe zusammenleben. Sie denken nicht an ihre Zukunft – ihre ewige Zukunft. Dies sind die vorrangigen Herausforderungen für die Seelsorge von Pater Grzegorz.

Schließlich überreichte er jedem Paar ein Geschenk: ein Buch über die selige Familie Ulma. Dies wird für die weiteren Generationen ein Zeugnis der Geschichte sein: Daß die Deutschen den 2. Weltkrieg anfingen, indem sie Polen überfielen, es 6 Jahre lang besetzten und nach zwei Jahren der Besatzung ein Gesetz erließen, daß nicht nur Polen sondern auch Juden ausgerottet werden sollten, und daß sich Polen der Ungerechtigkeit widersetzten.

Die Teilnehmer der „Hochzeit der Hochzeiten“ gratulierten Pater Grzegorz zu seinem Geburtstag an diesem Tag. Als unser Aufenthalt in der Pfarrei Dworzysko sich dem Ende zuneigte, brachten wir – die Gemeinschaft „Hochzeit der Hochzeiten“ – unseren tiefen Dank und unsere große Freude darüber zum Ausdruck, in Rzeszów zu Gast gewesen zu sein.

Wir danken dem Pfarrer für sein Engagement, seine Fürsorge, jedes gute Wort und seine Herzlichkeit sowie dafür, daß wir diesen letzten Teil des Treffens an diesem besonderen Ort verbringen durften, der als diözesanes Zentrum für das Gebet um Nüchternheit in der Diözese Rzeszów dient.

Nach der Rückkehr in das Diözesanhaus „TABOR“ fand eine bewegende Stunde der Zeugnisse statt, in der die Teilnehmer ihre Erlebnisse des diesjährigen Treffens miteinander teilen konnten. Anschließend wurden Erinnerungsurkunden überreicht und der Hirtensegen von Pfarrer Władysław Zązel empfangen.

Die Beiträge der Teilnehmer waren für unser eigenes Leben sehr aufschlußreich. Ein Paar schilderte seine Erfahrungen mit einer Lebenssituation, in der der Vater im Ausland arbeitet. Sie rieten niemandem zu einem solchen Leben; ein Paar sollte stets zusammenleben. Ein anderes Paar verwies auf seine Motivation für eine alkoholfreie Hochzeit und ein Leben ohne Alkohol, die aus einer der Predigten von Pater Zązel stammte. Pater Zązel beschrieb häufig das Leben von Kindern in Familien, die vom Alkohol geprägt sind – Kinder, die nicht wissen, wann sie schmusen und wann sie besser weglaufen sollten. Ein solches Schicksal wollten diese Eltern ihren Kindern ersparen. Ein weiteres Paar betonte, wie wichtig Demut sei. Sie erinnerten an die Mahnung des Apostels Paulus: „Wer also meint, sicher zu stehen, der passe auf, daß er nicht fällt!“ (1. Korinther 10,12). Wieder ein anderes Paar erzählte von einer Geschäftsreise, bei der der amerikanische Gastgeber felsenfest davon überzeugt war, Quellwasse sei das polnische Nationalgetränk. Es ist rätselhaft, wie der Amerikaner darauf kam, doch dies ist ein Hinweis darauf, daß wir als Nation zu dieser katholischen Tradition zurückkehren sollten, die durch den Einfluss des Protestantismus zerstört wurde. Nicht Bier, nicht Wein, nicht Wodka – sondern Quellwasser sollte in polnischen, patriotisch gesinnten Haushalten das Festliche symbolisieren. Man könnte noch lange so fortfahren und all die interessanten Gedanken wiedergeben. Nüchternheit ist eine hervorragende Grundlage, um über unser Leben nachzudenken.

Wir danken allen Teilnehmern herzlich für deren Anwesenheit, das gemeinsame Gebet und jedes Zeugnis des katholischen Glaubens. Vor allem danken wir Ihnen für Ihre Entscheidung, vor Jahren eine alkoholfreie Hochzeitsfeier auszurichten. Dies ist ein großes Geschenk an Ihre Familien und Gemeinden sowie an das ganze Land.